hs Reisen und mehr Fahrradreise 2013
6. Tag: Oedelsheim - Bad Karlshafen - Höxter - Holzminden gefahrene Strecke: 55 km Gesamtkilometer: 311 km Wetter: Vormittags heiter bis wolkig, nachmittags Regenschauer, Temperatur mittags: ca. 17 Grd. C Nach dem Aufstehen gehen wir in den Frühstücksraum unseres Hotels. Was wir als Frühstücksangebot sehen, verschlägt uns fast den Atem. Besser könnte es auch in renommierten Hotels nicht sein: Es gibt Rührei, gekochtes Ei, Schinken, hausgemachte Marmeladen, Wurst, Käse, Müsli, frische Erdbeeren und Säfte in allen Variationen - und natürlich frische Brötchen! Nachdem wir uns satt gegessen haben, machen wir unsere Fahrräder reisefertig, um unsere Tour Richtung Wesermündung fortzusetzen. Unser heutiges Ziel ist Holzminden, etwa 50 km entfernt. Als erstes Etappenziel wollen wir aber bis nach Bad Karlshafen gelangen. Wir passieren linksseitig der Weser fahrend viele kleine Ortschaften. Ab und zu gilt es mühsam etliche kleine Steigungen zu bewältigen, was aber kurz darauf durch rasante Abfahrten belohnt wird. In Wahmbeck schauen wir uns den Betrieb der Gierseilfähre an und sind erstaunt, welchen Verkehr sie bewältigen muss. Schließlich gelangen wir durch abwechslungsreiche Landschaft fahrend (blühende und duftende Rapsfelder, eine gemächlich dahinfließende Weser, Burgen und Schösser rechts und links des Weges) nach Bad Karlshafen, dessen Besichtigung uns durch die Wirtin der "Krone" wärmstens ans Herz gelegt wurde. Am Ortseingang von Bad Karlshafen bin ich beim Abbiegen ein wenig unachtsam, so dass mein Vorderrad wegrutscht und ich seitlich umkippe: Für mich kein Schaden! Bei der Weiterfahrt in die Ortschaft möchte ich das Gradierwerk fotografieren und stelle fest, dass das Display meines Fotoapparates gesprungen ist: Keine Möglichkeit mehr, irgend etwas aufzunehmen. Also hat der Sturz doch negative Auswirkungen gehabt. Glücklicherweise habe ich als Ersatz mein Smartphone! Nach einigen weiteren Metern, stelle ich fest, dass die Kettenschaltung nicht mehr richtig funktioniert. Die Kette läuft ab, verklemmt sich zwischen Ritzel und Speichen. Die Hände sehen bald entsprechend verschmutzt aus. Nur gut, dass Helmut ein paar Reinigungstücher dabei hat. Das Problem mit der Schaltung kann ich nicht mehr selbst lösen. Helmut hat aber gesehen, dass bei einer freien Tankstelle auch ein Fahrradladen dabei ist. Wir fahren dorthin ein kurzes Stück zurück. Der nette Tankstellenpächter macht sich auch gleich daran, meine Schaltung neu einzustellen. Er möchte für diese Hilfestellung lediglich einen Obolus für die Kaffeekasse - ich gebe ihm 10 Euro. Wir fahren in das Ortszentrum. Das Zentrum von Bad Karlshafen ist ein denkmalgeschütztes Barock-Ensemble. Am sog. Hafenbecken steht u.a. das Rathaus und das Hugenottenmuseum. Helmut fotografiert auf dem Bauch liegend einen brütenden Schwan. Nach einer Rundfahrt durch das Städtchen fahren wir links der Weser weiter Richtung Höxter. Uns begleiten auf der Weser relativ häufig Kajakfahrer in kleinen Gruppen sowie ab und zu auch Ruderer (u.a. ein Achter als Doppelvierer – sehr ungewöhnlich!). In Herstelle trinken wir gegen Mittag an der Personen-Gierseil-Fähre jeder einen großen Pott Kaffee. Kurz hinter Beverungen holt uns das schlechte Wetter ein, und wir müssen die Dusche durch einen kurzen, leichten Regenschauer akzeptieren. Auf der anderen Seite der Weser sehen wir auf der Höhe das Schloss der Porzellanmanufaktur Fürstenberg. Höxter durchqueren wir ziemlich schnell, um dann beim Kloster Corvey eine längere Pause zum Besichtigen einzulegen und uns durch die Touri-Ströme zu zwängen. Nach rund 10 weiteren Kilometern kommen wir dann endlich in Holzminden an. In der Jugendherberge werden wir von der Herbergsmutter freundlich empfangen. Sie lädt auch gleich zu einem Kaffee ein. Als ich ihr erzähle, dass ich vor etwa 50 Jahren auf Klassenfahrt hier gewesen bin, meint sie, dass damals ihr Großvater Herbergsvater gewesen sei. Bei einem Rundgang durch Holzminden stellen wir fest, dass es am Marktplatz ungefähr fünf Pizzerien und einen Döner-Laden sowie zwei italienische Eiscafés gibt. Wir stellen uns schon darauf ein Pizza essen zu müssen, finden aber schließlich ein Lokal namens Weserstübchen mit deutscher Speisekarte, stellen dann aber fest, dass auch dieses Restaurant in italienischer Hand ist - allerdings mit bodenständigen deutschen Gerichten. Es ist reichlich, mehr als ausreichend und preislich voll akzeptabel.
6. Tag - 11.5.2013
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