hs Reisen und mehr Fahrradreise 2013
5. Tag: Bad Soden-Allendorf - Witzenhausen -  Hannoversch-Münden - Bursfelde -  Oedelsheim gefahrene Strecke: 66 km Gesamtstrecke: 257 km Wetter: heiter bis wolkig, häufig Gegenwind, mittags ca. 19 Grd. C Im Café Feldmann gibt es ab 8:00 Uhr Frühstück. Ein junger Mann bedient uns auf zuvorkommende Weise. Zum ersten Mal gibt es frische Brötchen, wobei man auch noch aussuchen darf, welche Sorte man möchte. Der Kaffee ist frisch gebrüht, und die gekochten Eier werden wunschgemäß zubereitet (weich, mittel oder hart). Nach einem ausgiebigen und gemütlichen Frühstück verlassen wir Bad Soden, fahren über die Weser nach Allendorf und gelangen schließlich wieder in Natur pur. Gelbe und duftende Rapsfelder begleiten unseren Weg. Obstbäume stehen in voller Blütenpracht. Unterwegs überlegen wir uns, dass es vielleicht günstig wäre, sich heute bereits frühzeitig um eine Unterkunft für die kommende Nacht zu kümmern - schließlich ist der heutige Freitag nach Himmelfahrt ein Brückentag, so dass damit zu rechnen ist, dass viele Hotels ausgebucht sind. Und es ist tatsächlich so: erst beim vierten oder fünften Hotel sind wir erfolgreich: Radlerhotel "Zur Krone" in Oedelsheim zum Preis von 60 Euro. Wir gelangen wieder einmal über eine Landesgrenze, fühlen uns aber nicht animiert, das Grenzmuseum bei Wohlhausen anzusehen. Wir passieren Lindewerra und kommen nach Werleshausen, wo wir uns das dortige (in Privatbesitz befindliche) Schloss von 1556 anschauen und es auch aus allen Lagen fotografieren. Auf der linken Seite der Werra taucht die Burg Ludwigstein in luftiger Höhe auf. Wir fahren durch Witzenhausen und passieren zu linker Seite einen großen und gut erhaltenen jüdischen Friedhof. Witzenhausen nennt sich selbst Kirschenstadt, und allenthalben sieht man auch entsprechende "Skulpturen" von Kirschen und Kirschkernen. Wir folgen der Werra weiter flussabwärts ihrem "Ende" entgegen. Von rechts kommt in das Werratal die Autobahn A7 hinzu. Kurz vor der Autobahnbrücke passieren wir ein Hotel, in dem ich Anfang der 80er Jahre bereits einmal mit meinem damals etwa sechs Jahre alten Sohn übernachtet habe. Nach kurzer weiterer Fahrt erreichen wir schließlich Hannoversch- Münden. Wir machen einen Schnelldurchgang durch das reizende Fachwerkstädtchen, verweilen einige Zeit vor dem wirklich beeindruckenden Rathaus (Helmut isst eine Bratwurst, ich ein Eis). Dann fahren wir zum Weserstein, an den Ort an dem aus Fulda und Werra die Weser wird: "Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihren Namen büssen müssen. Und hier entsteht durch diesen Kuss deutsch bis zum Meer der Weserfluss." Toll wie sich alles so perfekt reimt! Wir verlassen Hannoversch-Münden Richtung Gimpte - danach 10% Steigung. Uns kommt eine Mutter mit einem kleinen Mädchen entgegen, das prompt auf die Nase fällt. Anstatt die Kleine zu trösten, zetert die Alte mit ihr herum, wieso sie so doof ist, nicht zu bremsen und hinzufallen. (Wir wollten helfen, das war offensichtlich aber nicht notwendig) Anschließend durchqueren wir Hemeln, wo wir morgens vergeblich nach einer Übernachtungsmöglichkeit gesucht haben. Anschließend geht es auf einen fürchterlichen Weg mit furchtbaren Steigungen, die man beim besten Willen nicht mehr fahrend bewältigen kann. Wir machen allerdings für ein paar Minuten Rast, so dass es sogleich besser geht. In Bursfelde besichtigen wir eine wunderschöne Klosterkirche. In einer Nische der Kirche kann man "Opferkerzen" hinstellen. Ich denke an meinen abgebrochenen Pilgerweg von Köln nach Trier, wo ich für jeden Tag, an dem es nicht regnet, versprochen habe, eine Kerze anzuzünden. Das hole ich hiermit in dieser Klosterkirche nach und stifte die versprochenen drei Kerzen. Immerhin kann man hier noch richtige Kerzen anzünden und sie nicht wie in Frankreich oder Spanien durch Geldeinwurf zum Flackern bringen. Anschließend machen wir in der Klostermühle Pause, um einen Kaffee zu trinken. Nach weiteren 7 km erreichen wir schließlich unser Hotel garni "Zur Krone", wo wir nach Bezug des Zimmers (17:20 Uhr) einkaufen gehen und uns anschließend "schön" machen. Danach suchen wir uns ein Restaurant, in dem wir uns stärken können. Nachdem morgen mit Sicherheit jede und jeder hier in diesem Gebiet unterwegs sein werden, haben wir bereits heute für morgen in der Jugendherberge Holzminden ein Zimmer gebucht.
5. Tag - 10.5.2013
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