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2. Tag: Meiningen - Walldorf - Wasungen  -  Bad Salzungen - Philippsthal gefahrene Strecke: 64 km Gesamtstrecke: 71 km Wetter morgens bewölkt, nachmittags ab ca. 15:00 Uhr leichter Regen, Temperatur ca. 18 Grd. C Um 7:00 Uhr weckt uns die synthetische Stimme von Helmuts Handy. Der Wetterbericht sagt für heute mit 85% Wahrscheinlichkeit Regen an. Ein Blick nach draußen überzeugt uns aber davon, dass es nicht ganz so schlimm ist: Es ist zwar bewölkt, aber trocken. Das Frühstück wird uns von der Pensionsbesitzerin aufs Zimmer gebracht, und wir speisen in aller Gemütlichkeit. Um 9:15 Uhr starten wir dann endgültig unsere Radtour. Wir wollen es am ersten Tag ruhig angehen und heute nur bis nach Bad Salzungen kommen. Der Weg verläuft teilweise auf Radwegen, teilweise auf Wald- und Wirtschaftswegen, häufig aber auch auf durch LKW befahrenen Straßen - also nicht immer optimal. Auch geht es nicht immer "brettleben" dahin, sondern manchmal auch steil bergan. Der neue Ritzelsatz am Toxy macht sich da positiv bemerkbar - es geht etwas leichter als früher, dafür kann man nicht mehr ganz so schnell fahren. In Walldorf schauen wir uns die Wehrkirche - leider wegen Bauarbeiten nur von außen - an. In Barchfeld finden wir ein technisches Denkmal, eine ehemalige Metallwarenfabrik, die wir allerdings nur von außen durch die Fenster besichtigen können. Die darin stehenden alten Maschinen werden noch mit Flachriemen über Transmissionen angetrieben. Sehr interessant! Kurz vor ein Uhr erreichen wir den Hauptplatz in Bad Salzungen. Dieser Platz wird gerade verschönert und ist deshalb eine einzige Baustelle. Dort genehmigen wir uns jeder eine Thüringer Bratwurst in einer Semmel, wobei die Bratwurst so aussieht, als ob sie bereits den ganzen Vormittag auf dem Grill gelegen hat. (Hoffentlich war sie nicht noch älter!).   Die Wurstpelle ist auch schon ein bisschen "lederig" (Warum ich diese sogenannte Thüringer Bratwurst nicht zurückgegeben habe, ist mir ein Rätsel.). Nachdem es erst Mittag ist und wir bisher auch nur etwas über 40 km gefahren sind, beschließen wir, noch in wenig weiter Strecke zu machen. Ich rufe einige Hotels und Pensionen an, die auf unserem weiteren Weg liegen. Etliche der im Radwanderführer genannten Telefonnummern sind bei meinem Telefon-Provider leider unbekannt (Der Bikeline-Führer hat als Ausgabedatum 2011). Schließlich können wir in Philippsthal (etwas mehr als 20 km von Bad Salzungen entfernt) im Hotel Rhönblick ein Zimmer für 65.-- Euro buchen. Am Ortsausgang von Bad Salzungen fahren wir am historischen Gradierwerk vorbei. Auf dem "Bohrturm", mit dem die Löcher für die Sole gebohrt wurden, befindet sich ein bewohntes Storchennest. Der Mittelbau zwischen den beiden Gradierwerken wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im hennebergischen Stil errichtet. Hinter dem Mittelbau befindet sich das erste deutsche Keltenbad. Helmut erkundet die Anlage - soweit zugänglich - ziemlich intensiv und legt sich ein wenig mit einer Dame (Aufsichtsperson) an, die ihm erklärt, dass das Museum  noch geschlossen ist. Weiter geht es auf teilweise matschigen und frisch geschotterten Wegen weiter, so dass die Strecke auf relativ kurzen Abschnitten schiebend zurückgelegt werden muss. Mein bekannter Muskel an der Innenseite der Oberschenkel macht sich leider auch immer wieder dadurch bemerkbar, dass er sich verkrampfen möchte. Ich habe deshalb auch keine rechte Lust mehr, die historische Fachwerkstatt Varcha zu besichtigen, sondern möchte möglichst schnell in unser Hotel. Zwischenzeitlich hat es angefangen leicht zu regnen. Dennoch erreichen wir bald Philippsthal und unser Hotel. Die "Tochter des Hauses" ist sehr freundlich und bemüht (im Gegensatz zum Rest der Mannschaft des Hotels). Die Fahrräder werden in einem separaten Raum abgestellt, und wir machen uns "stadtfein". Nun fängt es zu unserem Ärger auch noch an, wie aus Kübeln zu schütten. Nach einer halben Stunde ist es aber wieder trocken. Nachdem wir die Parkanlage im Stil eines "englischen Gartens" und das Schloss sowie  die Kirche (von außen) besichtigt haben, übermannt uns der Hunger. Wir gehen in die zu unserem Hotel gehörende Gaststätte und genießen den Abend bei einer zünftigen Brotzeit und mit netten Gesprächen. Leider ist die Kellnerin nicht besonders freundlich.
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2. Tag - 7.5.2013
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