hs Reisen und mehr Fahrradreise 2013
11. Tag: Bremen - Lemwerder - Elsfleth - Brake - Rodenkirchen gefahrene Strecke: 63 km Gesamtstrecke: 655 km Wetter: ganztägig gutes Wetter, mittags 25 Grd C., abends Gewitter Unsere synthetische Weckstimme haben wir heute eine halbe Stunde später plärren lassen. Gestern war es einfach zu spät geworden - insbesondere auch, weil ich den gesamten gestrigen Bericht zweimal habe eingeben müssen (ich habe nicht richtig abgespeichert). Helmut wacht mit leichten Kopfschmerzen auf, und ich bin noch nicht richtig ausgeschlafen. Gleichwohl sind wir um 8:30 Uhr im Frühstücksraum der Jugendherberge. Hier sind tatsächlich auch Kinder und Jugendliche zu finden (Im Gegensatz zu Holzminden)! Uns irritiert ein wenig, dass es keine Wurst zum Frühstück gibt, aber das liegt daran, dass jeden Donnerstag in der DJH Bremen "Vegetariertag" ist - das soll irgend etwas mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu tun haben, was ich allerdings nicht so recht verstanden habe. Wir werden dennoch mehr als satt und genießen das Frühstück mit Käse, gekochten Eiern, Marmelade und Rührei. Ich binde in altbewährter Manier meinen gestern zerbrochenen Gepäckträger mit Fallschirmseil fest und gönne meiner Kette einen ordentlichen Schluck Teflon-Schmiere. Danach starten wir Richtung Norden, überqueren die Weser und fahren linksseitig durch diverse Vororte von Bremen. Es ist nicht das schönste Bremen, das man sich vorstellen kann: Industriebrache, Schrottplätze, kleine Krauterfirmen, riesige Logistik-Zentren wechseln sich miteinander ab, bis wir schließlich wieder in der Marsch sind und einen "ungebremsten" Blick in die Weite haben. Wir fahren teilweise auf dem Deich und vor dem Deich (unangenehm wegen des Windes) oder hinter dem Deich zwischen hübschen Fachwerkhäusern, die hier Schutz vor Wind und Sturmflut suchen, dahin. Einige noch in Betrieb befindliche Schiffswerften liegen rechts des Weges. In Lemwerder fahren wir auf langer Strecke an der Flugzeugwerft von EADS entlang. In Warfleth besichtigen wir die kleine St. Marien-Kirche (Schifferkirche) - sehr hübsch mit einer wunderschönen Kanzel. Nach rund 35 Kilometern erreichen wir Elsfleth, wo wir in der Fußgängerzone - verdientermaßen - eine ausgedehnte Kaffeepause in einer Bäckerei mit Straßencafé und einer sehr freundlichen Bedienung machen. Von hier aus sind es noch rund 20 Kilometer bis zu unserem heutigen Ziel in Rodenkirchen (Pension Deichblick - 50.-- Euro). Wir durchqueren Brake, fahren durch ein ödes Hafengebiet. Die Weser ist zwischenzeitlich kein kleines Flüsschen mehr, sondern ein richtiger Strom und mehrere hundert Meter breit. Wir sehen ab und zu Graureiher links und rechts des Weges. Die alten Häuser im Schutz des Deiches sind teilweise bemerkenswerte Fachwerkhäuser, teilweise aber auch ziemlich nichtssagend. Gegen 15:30 Uhr erreichen wir unsere Pension am Ortsausgang von Rodenkirchen. Unsere Pension ist ein einfaches Haus mit einer Ferienwohnung im ersten Stock für uns (siehe Fotos). Gegen 18:00 Uhr fahren wir mit den Fahrrädern rund zwei Kilometer zurück in die Ortschaft, um uns zu stärken. Als wir bezahlen, merken wir, dass es draußen Bindfäden gießt und es blitzt und donnert - an eine Rückfahrt also überhaupt nicht zu denken ist. Nach einer halbstündigen Wartezeit gelingt es uns dann doch noch trockenes Fußes zurück zur Pension zu gelangen.
11. Tag - 16.5.2013
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