hs Reisen und mehr Fahrradreise 2013
10. Tag: Hoya - Verden - Achim - Bremen gefahrene Strecke: 65 km Gesamtstrecke: 592 km Wetter: morgens Gewitter und leichter Regen, mittags blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. spät nachmittags Regenschauer, Temperatur ca. 20 Grd. C Beim Aufstehen sieht das Wetter ganz passabel aus. Unsere Vermieterin bringt uns das Frühstück in unseren Speiseraum, die Küche der Ferienwohnung. Das Frühstück ist nett angemacht, hätte aber ein bisschen reichhaltiger sein können. Wir begleichen unseren Mietzins und bepacken die Fahrräder. Helmut versucht, die Halterung für die Lenkertasche zu arretieren, damit die Tasche nicht immer nach vorne wegkippt. Zunächst scheint die Operation auch gelungen. Wir fahren zurück auf die linke Weserseite, gehen bei "famila" neues Mineralwasser einkaufen und starten dann endgültig unsere heutige Tour. Auf Feld- und Wirtschaftswegen verlassen wir Hoya. Vor uns wird ziemlich schnell alles schwarz. Es beginnt zu blitzen und zu donnern. Als uns erste Regentropfen treffen, ziehen wir das Regenzeug an. Merkwürdigerweise verziehen sich dann die Wolken und wir können die Regensachen schnell wieder ausziehen. Wir versuchen, eine möglichst kurze Strecke gen Verden zu fahren und verlassen deshalb auf einigen Abschnitten den Weser- Radweg. Das bedeutet dann aber auch, dass wir nicht immer den besten Weg haben und z.B. beim Laufwasserkraftwerk Dörverden mit unseren schwer bepackten Fahrrädern etliche Stufen hinauf müssen, dort die Weser überqueren und auf der anderen Seite genauso wieder hinunter müssen.   Wir sehen unterwegs etliche Tiere wie Störche, Hasen, Rehe und verschiedene Raubvögel (Bussard, Milan). Ein Kuckuck kreuzt ebenfalls unseren Weg. Nach rund 25 km erreichen wir bei nunmehr blauem Himmel Verden. Helmut hat Sorgen wegen ein paar Stichen mit einer großen roten Umrandung an seinem Unterschenkel und geht deshalb in Verden zu einem Arzt. Ich besuche die Fußgängerzone, besichtige den wirklich sehenswerten Dom von Verden und vertilge anschließend in einem Café ein Stück Apfelkuchen und einen Cappuccino. Nachdem Helmut immer noch nicht auftaucht, mache ich schließlich einen Stellungswechsel in eine Eisdiele, bestelle mir dort einen Walnusseisbecher und einen weiteren Cappuccino. Helmut taucht schließlich wieder auf und ordert einen Apfelstrudel mit Vanilleeis und einen Cappuccino. Schließlich sind wir gestärkt und setzen unsere Fahrt an der Aller, später an der Weser fort. Der Wind meint es meistens gut mit uns und kommt seitlich oder manchmal sogar von hinten. Außerdem schützen Hecken oder der Deich vor allzu viel Wind von vorne. In Achim angekommen, suchen wir die Hünenburg, finden diese leider aber nicht, so dass wir sie nicht besichtigen können. Wahrscheinlich fehlt uns auch der Ehrgeiz, allzu genau nachzusuchen. Also setzen wir unseren Weg fort - wenn wir denn den richtigen finden würden: wir haben uns in Achim verfahren und kommen schließlich Dank der Mithilfe einiger Passanten wieder auf die richtige Strecke nach Bremen Hemelingen. Wir unterqueren die Autobahn A1, fahren ein ganzes Stück durch hässliches Industriegebiet und gelangen schließlich wieder an die Weser. Beim Werder-Stadium machen wir Halt, um uns telefonisch um eine Unterkunft zu kümmern. In diesem Moment beginnt es wieder zu regnen, so dass es erneut heißt: Regenzeug anziehen. Wir bekommen für 69,60 Euro ein Viererzimmer für uns allein in der Jugendherberge, die zentrumsnah direkt an der Weser liegt. Kurz bevor wir in der Jugendherberge ankommen, stelle ich fest, dass der Gepäckträger meines Toxy erneut gebrochen ist (wie schon auf meinem Jakobsweg in Pamplona). Hier handelt es sich offensichtlich um eine konstruktive Schwachstelle. Glücklicherweise habe ich immer noch den Bindfaden dabei, um eine Notreparatur durchführen zu können. In der Jugendherberge dürfen wir ein Zimmer im 5. Stockwerk mit Blick auf die Weser und auf die Becks- Bier-Brauerei beziehen. Nachdem wir uns frisch gemacht haben, starten wir zum "Landgang". Ich zeige Helmut das Rathaus mit den Bremer Stadtmusikanten und den Roland. Anschließend ziehen wir durch die Böttgerstraße und durch das romantische Schnoorviertel, um dann entlang der Weser zurück Richtung Jugendherberge zu gehen. Im Paulaner-Wirtshaus vertreiben wir Hunger und Durst und treffen dort auf Dieter-Georg, einen ehemaligen Kollegen, der in der Nachbarstadt Delmenhorst lebt. Wir haben viel zu erzählen. Es ist ein gelungener Abend.
10. Tag - 15.5.2013
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