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© Hans Schönherr 2012-2015
Meine Weihnachtserlebnisse Heute ist schon der 23. Januar 2015, und ich komme gerade mit Chefin aus dem Garten. Es hat geschneit und Chefin meinte, sie müsste morgen am Sonntag unbedingt den Weihnachtsbaum zur Abholsammelstelle bringen. Das Stichwort Weihnachtsbaum” bringt mich dazu, Euch folgende Geschichte zu erzählen:   Weihnachten war eine gemütliche Angelegenheit, da Chef wegen seiner Hüft-OP, die er Ende Oktober hatte, noch nicht ganz so mobil war wie sonst immer. Chefin und Chef wollten zwar keine Geschenke, aber einen Weihnachtsbaum und wie immer am Weihnachtsabend „Leberkäs und Kartoffelsalat“. Ich sollte aber auf jeden Fall ein Geschenk erhalten. Es war schön verpackt, aber natürlich nicht sehr lange! Und zum Vorschein kam: Ein großer und fester Ball mit zwei Griffen dran. Chefin hatte ihn auf Empfehlung von unserer Freundin Nicole besorgt, er war aus Hartgummi und angeblich „unkaputtbar“. Als Chef den Ball sah, meinte er, er gäbe dem Ball genau zehn Minuten, denn länger würde er meinen Attacken nicht standhalten. Mit der Herrlichkeit war es dann aber schon nach acht Minuten vorbei. Chefin meinte, ich würde keine Geschenke mehr bekommen, denn ich würde alles kaputt machen. Ich glaube aber, so ernst war das nicht gemeint und wir hatten trotzdem einen schönen Abend: Leberkäs und Kartoffelsalat gab es zwar nur für meine Zweibeiner, aber ich durfte mich über zwei Rinderohren hermachen: Ich kann Euch sagen, das war ein Fest! Wenn ich da an mein erstes Weihnachtsfest im Jahr 2010 denke - ich war gerade mal knapp acht Monate, also noch sehr, sehr jung - läuft es mir heute noch heiß und kalt den Rücken runter: Es gab zwar - angeblich wegen mir - keinen geschmückten Weihnachtsbaum, aber trotzdem wollten Chefin und Chef den Heiligabend ganz feierlich verbringen. Morgens meinte Chefin, sie wolle noch ein paar Hemden wegbügeln, dann hätte sie all die Dinge noch im alten Jahr erledigt, mit denen man sich nicht gleich im neuen Jahr belasten sollte. Gesagt, getan. Urplötzlich klingelte es an der Haustür. Chefin und Chef hatten sich schon Tage davor zum Ziel gesetzt, dass ich nicht immer der Erste sein dürfte, der an der Haustür steht, um den Besuch zu begrüßen, denn ich wäre ja (sehr zu meinem Leidwesen) schließlich nicht der Rudelführer. Die Glocke hatte noch nicht so richtig angeschlagen, war ich schon auf dem Sprung. Chef meinte: Timmi, bleib! Ich wollte aber partout nicht so wie mein Chef, also hatte ich mich losgerissen und war losgerannt. Dummerweise stand direkt vor der offenen Wohnzimmertür dieses doofe Brett, auf dem die Hemden gebügelt wurden. Ich hechtete unten durch. Zu blöd aber auch, dass das Kabel vom Bügeleisen runter hing. Wie auch immer es passieren konnte, ich hatte es plötzlich um meinen Bauch gewickelt und rannte mit dem heißen Bügeleisen am anderen Ende der Schnur im Schlepptau einmal quer durchs Wohnzimmer. Es verfing sich dann aber auf meiner Jagd durchs Wohnzimmer an einer großen gusseisernen Laterne, und ich hing fest. Chefin musste das Bügelbrett auffangen, aber Chef rannte hinter mir her, denn er wollte nicht, dass ich mich an dem heißen Bügeleisen verbrenne. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, was in unserem Wohnzimmer los war. Gisela, die an unserer  Haustür geklingelt hatte, war mordsmäßig erschrocken und dachte, es wäre jemand von uns die Treppe hinunter gefallen. Glücklicherweise war mir aber nichts passiert, nur die Wohnzimmertür, die war im Eimer, denn das Bügelbrett war voll in sie hinein geknallt. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie geschockt wir alle im ersten Moment waren. Chefin meinte, auf diesen Schrecken hin bräuchte sie erst mal einen Schnaps. Ich war fix und fertig und habe mich auf meiner Decke ganz klein zusammengerollt, denn ich wollte nichts mehr hören und sehen, aber auch nicht mehr gesehen werden. Chefin und Chef waren alles in allem dann doch froh, dass mir nichts passiert war. Und sie waren auch kein bisschen böse mit mir. Doris und Uwe von nebenan waren auch ganz schön erschrocken über den Lärm, den wir am Weihnachtsmorgen gemacht hatten. Aber sie hatten glücklicherweise noch die gleiche Tür, wenn auch in einer anderen Farbe, im Keller, und so war uns erst einmal geholfen. Als unser Tischlermeister nach den Weihnachtsferien kam, um sich das Unheil anzusehen, meinte er nur ganz trocken: “Das hat Ihr kleiner Hund geschafft? Alle Achtung, da hat er ganze Arbeit geleistet.” (Ich fand das ganz toll, dass er solch eine große Meinung von mir hatte.) Ganz billig war der Spaß dann übrigens auch nicht. Die Tür musste nach Maß angefertigt werden und sollte 400 Euro kosten. Chefin meinte dann nur: Unser Timmi ist uns zwar lieb und teuer, aber er kommt uns auch ganz schön teuer. Alle außer mir fanden diese Geschichte total lustig. Aber lieber Leser, Ihr könnt  Euch doch sicher vorstellen, dass ich dieses Weihnachtsfest wirklich nicht allzu gerne in Erinnerung habe? Die Weihnachten danach waren dafür aber umso schöner, wenn auch nicht mehr so turbulent. Ergebnis der Geschichte:  Chefin hat Heiligabend seither nicht wieder gebügelt.
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