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Jakobsweg 2011
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33. Tag - 3. Juli
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33. Tag: St.-Yrieix-la-Perche - Thiviers - Périgueux   Tagesleistung: 74 km Gesamtstrecke: 1.942 km - (505 km von Vézelay) Wetter: vormittags leicht bewölkt, ab Mittag fast wolkenlos wolkenlos Temperatur: 18:00 Uhr 32 Grd. C Wind: schwach aus verschiedenen Richtungen, häufig von hinten Heute wache ich erst gegen 7:30 Uhr auf, packe zusammen und hole mir das vorbestellte Baguette in der Rezeption ab. Nach einem kurzen Frühstück mit Wasser als Kaffee-Ersatz (eklig) mache ich mich auf die Socken bzw. steige in die Pedale.   Zunächst wie gehabt: Leichte Steigungen und Gefälle wechseln sich ab - es geht aber alles ohne zu schieben. Ich überquere die Grenze zum Departement Dordogne. Nach rund 8 km fühlt sich das “Toxyfahren” grandios an: über viele Kilometer geht es nur abwärts. Der Straßenbelag ist zwar nicht gut, asphaltiert zwar, aber insgesamt doch sehr holperig, so dass ich mich immer wieder über die gute Federung, die viele Stöße auffängt und das tolle Fahrverhalten meines Toxys freue.   In Jumilhac-le-Grand mache ich Halt. Dies ist ein ganz kleiner Ort, der durch ein imponierendes Schloss dominiert wird. Ich trinke in einer Hotelbar auf der Terrasse meinen "Guten-Morgen-Kaffee" - endlich! Weiter geht es bergab ins Tal der Isle, der ich flussabwärts etliche weitere Kilometer folge. Ab Thiviers folge ich weitgehend parallel zur Route National (einer Art Bundesstraße) der "Route Napoléon". In weiten Teilen schnurgerade, aber jeder Berg und jedes Tal wird mitgenommen. Meist geht es mit Schwungnehmen, so dass man ohne große Probleme auf dem gegenüber liegenden Hügel wieder ankommt - auf Dauer geht das doch etwas auf die Kräfte, so dass ich beschließe, ab Sorges der RN bis Périgueux zu folgen. Es ist zwar etwas mehr Verkehr, aber der hält sich wegen des Sonntags in Grenzen, und der Straßenverlauf ist liegeradfahrerfreundlich. Insgesamt habe ich heute 400 Höhenmeter “verloren”. Gegen 14:00 Uhr - nach rund 70 km - in Périgueux angekommen, suche ich den Campingplatz. Die Leute, die ich frage, erklären mir, dass es keinen gebe. Also mache ich mich erst einmal auf die Suche nach dem Office de Tourismé, das ich mitten in der Stadt finde und das sogar (sonntags) geöffnet hat. Eine nette junge Frau erklärt mir den Weg zum Camping- platz, der natürlich doch vorhanden ist. Ich fahre hin, baue auf und dusche erst einmal ausgiebig. Er liegt sehr idyllisch an der Isle, allerdings rund 2,5 km vom Stadtzentrum entfernt.   Gleichwohl mache ich mich zu Fuß auf, laufe bei brütender Hitze am Fluss entlang und besichtige das Städtchen, insbe- sondere die wiederum sehr imposante Kathedrale St.-Front, die irgendwie aus- sieht wie eine Moschee, und das mittel- alterliche Stadtzentrum. Natürlich lasse ich mir auch ein oder zwei Bierchen schmecken, während ich diesen Bericht schreibe. Lange brauche ich, um zum Campingplatz zurückzukommen - es ist heiß und der Altstadtspaziergang ist ermüdend gewe- sen. Im zum Campingplatz gehörenden Restaurant bzw. der Bar wird durch eine Liveband kubanische Musik gespielt. Wer den Buenavista Social Club mag (so wie ich), ist mit Sicherheit davon begeistert. Morgen könnte die 2.000-km-Marke geknackt werden!
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