© Hans Schönherr 2018
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Rundreise Teil 1 12. Tag: Ruhetag ( C ) Den Morgen verbringen wir damit, dass ich nach dem Frühstück die eine oder andere SMS verschicke. Hans versucht, das Foto, das er auf der Fähre als Beweis dafür gemacht hat, dass wir auf die Insel übersetzen, auf sein Tablet zu kriegen, um eine E-Mail mit dem Foto nach Deutschland zu senden: Ganz so einfach ist das aber nicht! Mittags unternehmen wir einen langen Spaziergang in ein ausgedehntes Naturreservat, das direkt neben dem Campingplatz beginnt (Riserva dei Laghetti di Marinello). Der Boden ist übersät von kleinen gelben Blüten, die noch am Morgen kaum zu sehen waren. Dazwischen Gräser, Kakteen und ganz viele Pflanzen, die bereits anfangen zu blühen und den beginnenden Frühling einläuten. Die Sonne scheint – nur der Wind ist ein wenig kühl. Timmi badet zweimal in der Lagune, die sich auch in diesem Reservat befindet. Auf dem Felsen, der neben dem Meer herausragt, ist ganz oben ein Kloster ("Santuario Maria SS. ma del Tindari") zu bestaunen. Wir machen viele Fotos. Heute sind wir beide das erste Mal seit Beginn unserer Reise einer Meinung: Es ist wirklich sehr schön! Gleich werden wir uns ein Fläschchen Rotwein gönnen und mit Wurst und Käse einen gemütlichen Abend in Angriff nehmen. 13. Tag: Oliveri – Tindari – San Giorgio – Capo Orlando – Sant´ Agata di Militello – Capo Raisigerbi (114 km) ( H ) Heute Morgen lassen wir es gemütlich angehen und kommen so erst gegen 10 Uhr los. Als erstes wollen wir nach Tindari, das laut Reiseführer einige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Wir stellen dann  allerdings fest, dass das zu wenig für eine ausgiebige Besichtigung ist, außer dass wir noch zum Kloster hochfahren, nachdem wir hinreichend lange studiert haben, wie die Verkehrsbeschränkungen zu verstehen sind. Wir kehren aber ganz schnell um, als wir in eine Sackgasse geraten und noch ziemlich weit zu Fuß hätten gehen müssen. Weiter geht es auf der wildromantischen Küstenstraße in engen Kurven bergauf und bergab. Ich muss öfters – auch im Automatikbetrieb – in den zweiten Gang zurückschalten, um die Bremsen nicht über zu strapazieren. Phantastische Ausblicke auf das thyrenische Meer werden uns geboten – es ist traumhaft (endlich). In San Giorgio fahren wir in die kleine Ortschaft, um etwas Brot einzukaufen: ziemlich eng für unseren Poldi und mich. Bald müssen wir die Küstenstraße wegen Bauarbeiten verlassen und eine Umleitung nehmen. Diese ist so steil und kurvig, dass wir trotz Zusatzluftfeder einmal kurz mit dem Wassertank aufsitzen. Also noch mehr Druck auf die Feder, um das Heck noch höher zu pumpen (ich stellte später fest, dass ein kleines Stückchen der Isolierung des Wassertanks heraus gebrochen war). Auf wahrlich abenteuerlicher Wegstrecke gelangen wir schließlich wieder auf die Küstenstraße. Wir passieren die „Keramikstadt Santo Stefano di Camastra“ und gelangen kurz nach Mittag zum Campingplatz Rais Gerbi, wo wir einen Stellplatz direkt oberhalb des Meeres bekommen (ACSI-Preis: 19 Euro). 14. Tag: Capo Raisigerbi – Cefalu – Capo Raisigerbi (29 km) ( C ) Für heute haben wir einen Ausflug nach Cefalu – dem Reiseführer nach dem unumstritten hübschesten Städtchen an der Nordküste Siziliens – geplant, um uns im Anschluss daran wieder auf diesem Campingplatz häuslich einzurichten. Die Fahrt dorthin beträgt nur ca. 15 Kilometer und mehrmals müssen wir über die Bahngleise, denn die Eisenbahnschienen sind mal rechts und mal links von uns zu sehen. Von weitem ist der Burgberg von Cefalu, eingerahmt von einer gut erhaltenen Mauer zu sehen, der rd. 270 m über dem Meer gelegen über dem kleinen Städtchen thront. Zunächst einmal schleust Hans uns mit großer Gelassenheit durch die ziemlich engen Straßen, und wir gelangen auf einen großen Parkplatz, dessen Gebühr dem Wächter nach zwei Euro pro Stunde für unser Wohnmobil betragen soll. Er notiert sich die Uhrzeit, und wir sollen bei der Ausfahrt bezahlen. Entsprechend der Empfehlung des Reiseführers führt uns unser Weg zunächst zum Dom, ein imposantes Bauwerk, das wir nacheinander besichtigen, da wir ja Timmi nicht mit hinein nehmen können. Im Dom gibt befindet sich ein gewaltig großes Altarbild. Links daneben ist ein Altar ganz aus Silber zu bestaunen. Nach dem Besuch des Doms genießen wir bei herrlichem Sonnenschein in einem Café vor dem Dom einen Cappuccino und bekommen dazu kostenlos ein wenig, allerdings sehr leckeres Gebäck kredenzt. Ich mache mich noch auf den Weg zum Kreuzgang, dessen Säulen zum großen Teil nicht mehr vorhanden sind. Ein paar Fotos später stoße ich wieder zu Hans und Timmi, und wir laufen gemeinsam zu einem Waschplatz aus dem Mittelalter, der bis Mitte des 20. Jahrhunderts genutzt wurde und auch heute noch mit frischem Wasser aufwartet. Timmi stillt seinen Durst, und wir flanieren weiter durch die engen Gassen mit kleinen Lädchen, vielen Restaurants und weit in die Straßen hineinragenden Balkone. Eine Wanderung auf den Burgberg haben wir von Anfang an nicht geplant, denn sie erscheint uns auch nach den Ausführungen des Reiseführers ein wenig zu gewagt. So schlendern wir gemütlich zurück, und ich spendiere uns noch ein Eis auf die Hand, das allerdings die Tendenz hat, möglichst schnell zu schmelzen. Beim Parkplatz angekommen, stellen wir fest, dass der Wächter nicht mehr da ist; sein Häuschen ist zugesperrt: Vielleicht macht er ja Siesta. So fahren wir, ohne etwas bezahlen zu müssen, zurück zum Campingplatz und genießen die warme Sonne und einen weiteren, selbst gekochten Cappuccino vor dem Wohnmobil. 15. Tag: Capo Raisigerbi – Cefalu – Cerda – Campofelice da Rocca – Collesano – Castelbuono – Capo Raisigerbi (126 km) ( H ) Morgens beim Frühstück wird durch ein blubberndes Geräusch unser Blick gen Meer gelenkt.  So etwas haben wir noch nicht gesehen: Zwei „schnorchelnde Taucher“, die ein Floß hinter sich herziehen. Wir vermuten, dass es „Wasserwanderer“ sind. Heute wollen wir eine Rundreise in die Madonie absolvieren und dabei teilweise die Autorennstrecke der Targo Florio (dem ältesten Autorennen der Welt) nach fahren. Also geht es, nachdem wir uns heute Vormittag viel Zeit gelassen haben, los Richtung Cefalu, das wir passieren. Nach etwa 15 km biegen wir auf die SS120 Richtung Cerda ab. Ich wundere mich schon, warum uns so wenig Autos begegnen. Kurz nach Cerda ist klar, warum: Die Straße ist gesperrt (Fahrbahnabsenkungen, Erdrutsche usw.). Also heißt es umdrehen. Wir fahren zurück Richtung Cefalu und biegen in Campofelice da Rocca wieder ab ins Landesinnere nach Collesano. Die Straße ist eine einzige Katastrophe: teilweise weggebrochen, Fahrbahnabsenkungen, Schlaglöcher. So macht es gar keinen Spaß, auch wenn die Gegend wunderschön ist und wir sogar schneebedeckte Berge erblicken. Immerhin ist die Straße bis auf 750 m angestiegen. Hinter Collesano ist die Straße nach Caltaventuro erneut gesperrt, sodass wir beschließen, abzukürzen und über Castelbuono direkt zurück zum Campingplatz zu fahren, wo wir nochmals eine Nacht zubringen wollen. Trotz aller Widrigkeiten war es ein wunderschöner Tag, an dem wir vieles landschaftlich Schönes gesehen haben, auch wenn im WoMo durch die schlechten Straßenverhältnisse vieles durcheinander gewirbelt ist. 16. Tag: Capo Raisigerbi – Cefalu – Palermo – Monreale (90 km) ( C ) Unser Frühstück genießen wir mit Blick auf das Meer. Es verspricht ein sonniger Tag zu werden. Zunächst einmal müssen wir den Frischwassertank auffüllen, den Abwassertank entleeren, WC entsorgen und bezahlen. Drei Nächte haben wir hier verbracht, und wir bekommen als Geschenk eine keramische Fliese, eine ausgesprochen nette Geste, aber nicht ganz so unser Geschmack. Wir beschließen spontan, sie zu Hause als Vogeltränke im Garten zu deponieren. Unsere Fahrt geht erstmal wieder in Richtung Cefalu, eine Strecke, die wir bereits mehrfach bewältigt haben. Das Navi führt uns dann bald auf die Autobahn, so dass Palermo schnell erreicht ist. Die Fahrt durch Palermo gestaltet sich äußerst schwierig, denn der Verkehr ist ziemlich unübersichtlich (chaotisch), und die Straßen sind überfüllt. Immer wieder beobachten wir Italiener, die in ihrem Auto am Handy hängen, was natürlich nicht gerade förderlich für den fließenden Verkehr ist. Monreale liegt etwas oberhalb von Palermo und da ist der Verkehr noch chaotischer als in Palermo. Sogar quer durch einen Markt müssen wir mit unserem WoMo steuern. Der von uns angesteuerte und im Führer angepriesene Wohnmobilstellplatz ist restlos überfüllt, und so erreichen wir einen Parkplatz, auf dem wir für 20 Euro bis zum nächsten Morgen stehen dürfen – mit hervorragender Aussicht auf Palermo! Wir machen unseren ersten kleinen Spaziergang zur Kathedrale, die uns vom Reiseführer wärmstens ans Herz gelegt wird. Da es Mittagszeit ist, müssen wir uns noch eine ganze Weile gedulden, so dass wir uns zunächst einmal – zurück beim WoMo – mit Cappuccino und Keksen stärken. Hans macht ein kleines Nickerchen, und ich lese ein wenig. Danach machen wir uns wieder auf den Weg zur Kathedrale, die wir nun nacheinander besichtigen. Wir sind beide restlos begeistert von diesem wunderbaren und wirklich beeindruckenden Bauwerk. Ich investiere 2,50 Euro, um auf die Terrasse der Kathedrale hoch zu steigen. Der Blick auf den Kreuzgang unterhalb von mir ist überwältigend schön, und ich mache etliche Fotos, damit auch Hans einen Eindruck davon erhält. Abschließend stärken wir uns in der nahe gelegenen Eisdiele mit Eis und Kaffee, um danach gemütlich zum Wohnmobil zurück zu schlendern. Den Abend beschließen wir gemütlich bei Wurst, Käse und Rotwein und genießen den phantastischen Blick auf das erleuchtete Palermo direkt unterhalb unseres Parkplatzes. 17. Tag: Monreale – Trappeto – Tempio de Segesta – Trapani – San Vito Lo Capo  (122 km) ( C ) Auf dem „20-Euro-Stell- bzw. Parkplatz“ in Monreale nehmen wir bei herrlichem Sonnenschein und guter Aussicht bis nach Palermo unser Frühstück ein, nachdem Timmi trotz fehlender Grünanlagen seine Geschäfte erledigt hat. Dann geht es bald wieder auf Tour. Wir fahren auf ziemlich engen und gebirgigen Straße mit Tempolimit 50 km/h, an das sich außer uns natürlich wiederum niemand hält, erst westlich und dann nach Norden bis an den Golfo Di Castellamare, um dann die hier gebührenfreie Autobahn zu nutzen, die wir aber bald wieder verlassen, um die Altertümer von Segesta zu bewundern. Am Museumsgelände gibt es sogar einen kostenlosen Parkplatz, der aber so voller Schlaglöcher ist, dass ich die Zusatz-Luftfeder zunächst komplett aufpumpe. Als wir den Parkplatz zu Fuß verlassen, attackiert der „Platzhund“  (ein Labrador-Verschnitt)  Timmi, sodass ich aus Notwehr den Fuß zu Hilfe nehme, um die Tiere zu trennen. Nachdem wir jeweils 6 Euro Eintrittsgeld bezahlt haben, geht es an den 1,2 km langen Anstieg zum historischen Amphitheater („normale“ Touristen fahren diese Strecke mit dem Pendelbus). Wir werden in eine wunderschöne Landschaft eingetaucht. Wolkenloser Himmel mit entsprechendem Sonnenschein macht aus diesem Aufstieg ein tolles Erlebnis, das durch die Blütenpracht, die wir rund herum um uns bewundern können, noch verstärkt wird. Nach knapp einer Stunde sind wir oben und lassen uns auf den Steinstühlen in der obersten Reihe des Theaters nieder, genießen das architektonische Meisterstück und die umgebende Natur. Auch beim Abstieg fotografiere ich sehr viel, da es eine Menge zu sehen gibt.  Kurz nach Mittag sind wir wieder am Parkplatz bei Poldi. Es geht zurück auf die Autobahn, der wir bis Trapani folgen. Dann fahren wir an der Küste entlang. Rechts von uns begleiten uns riesige Steinbrüche, in denen Marmor gewonnen wird (angeblich der zweitbeste in ganz Italien nach Carrara). Weiter geht es bis nach San Vito Lo Capo, wo wir in reizvoller Umgebung einen ACSI-Campingplatz (El Bahira) ausgesucht haben. Die Empfangsdame meinte, dass es ohne ACSI nur 12 Euro kosten würde. Der Platz ist sehr verspielt angelegt, und wir fühlen uns wohl. 18. Tag: San Vito Lo Capo – Einkaufsfahrt – San Vito Lo Capo (40 km) ( C ) Es ist Samstag, und der Kühlschrank muss gefüllt werden. Am Abend vorher haben wir beschlossen, heute in einen nahe gelegenen Supermercado zu fahren, um für die nächsten Tage einzukaufen. Für mich gestaltet sich das alles etwas schwieriger als sonst, weil sowohl die Fleischtheke, die Wursttheke als auch die Käsetheke mit Bedienung sind und es keine Frischware als SB-Ware im Angebot gibt. Die sizilianische Bratwurst gibt es als Meterware, was mich aber nicht davon abhält, welche zu ordern. Die schmeckt uns dann am Abend auch besonders gut, denn in unserem sizilianischen Kochbuch wird sie als Spezialität angepriesen. Sie macht ihrem Namen alle Ehre. Danach fahren wir zurück, denn auf dem Campingplatz fühlen wir uns sehr wohl und so wollen wir den Samstag hier verbringen. Vorher fahren wir aber noch bis an die Küste, um dem kleinen Örtchen San Vito Lo Capo einen kurzen Besuch abzustatten, das allerdings nicht viel hergibt. Am Nachmittag machen wir einen ausgiebigen Spaziergang in das Naturreservat, das sich an den Campingplatz anschließt und bestaunen die Kletterer, die sich von den steilen Felsen abseilen. Dar-über hinaus gibt es einen Wachturm aus dem 16. Jahrhundert, der noch sehr gut erhalten über den Felsen weithin sichtbar thront. Der Abend ist dem faulen Nichtstun vorbehalten. 19. Tag: San Vito Lo Capo – Erice – Trapani – Marsala – Ribera/Seccagrande (181 km) ( C ) Auf dem Campingplatz herrscht schon am frühen Morgen ein reges Treiben, kommen uns nach unserer Abfahrt immer wieder Pferd und Reiter entgegen: Wir vermuten eine Rallye. Die Aufseher sind äußerst beunruhigt, sobald wir ihnen entgegenkommen. Aber irgendwie müssen wir ja  die Hauptstraße erreichen: Mit mehrmaligen Anhalten gelangen wir schließlich zur Hauptstraße, und unserer Fahrt nach Erice, einer kleinen Bergstadt in 750 m Höhe steht nichts mehr im Wege.  Die Straße schlängelt sich unendlich lang nach oben, die Sicht ist atemberaubend schön und spannend, geht es der Blick doch immer wieder steil bergab. Wir erreichen das Städtchen, und bei einem Spaziergang durch die kleinen Gassen sind wir immer aufs Neue begeistert, denn die mittelalterliche Struktur des Örtchens ist fast unversehrt und wir versuchen uns vorzustellen, was hier im Sommer wohl los ist. Wir sind sehr froh darüber, dass wir den Ort in der Vorsaison genießen dürfen. Nach einem netten Gedankenaustausch mit einem sympathischen Paar aus Österreich, das die Insel mit einem Leihfahrzeug umrundet, geht es zurück zum Parkplatz, denn die bezahlte Zeit ist fast abgelaufen. An der Küste entlang geht die Fahrt weiter Richtung Süden durch Trapani entlang der Via del Sali, einer schönen Landschaft mit ausgedehnten Salzgärten und vielen alten Windmühlen, die einst zum Pumpen des Wassers und zum Mahlen des grobkörnigen Salzes dienten. Ganz in der Nähe gönnen wir uns eine Kaffeepause und genießen den in Erice gekauften Kuchen. Weiter geht die Fahrt an Marsala vorbei, um nach Mazara del Vallo zu gelangen, sollte doch hier unsere Fahrt für den Tag zu Ende sein. Der im Stellplatzführer angepriesene Campingplatz hat geschlossene Tore und ist nach unserem Dafürhalten gar nicht mehr in Betrieb. So müssen wir noch einmal rund 70 km in Kauf nehmen, um einen Campingplatz zu finden, der geöffnet hat. Auf dem Campingplatz angekommen, stellen wir fest, dass sich die Kiste mit dem Trockenfutter für Timmi selbständig gemacht hat und der Inhalt auf dem Boden in der Garage verstreut ist. So müssen wir erst einmal aufräumen, bevor wir es uns für den Abend gemütlich machen können. 20. Tag: Ribera/Seccagrande –Agrigento – Licata – Gela – Santa croce Camerina – Punta Braccetto (177 km) ( H ) Nachdem Christl den Eingang des Campingplatzes fotografiert hat (wegen der künstlerischen Gestaltung) machen wir uns auf den Weg zum nächsten kulturhistorischen Highlight: Agrigento. Bevor wir das Tal der Tempel erreichen, müssen wir etliche Umleitungen geduldig über uns ergehen lassen. Dann jedoch finden wir den angeblich bewachten Parkplatz an der kulturhistorischen Stätte (die Bewachung erfolgt durch eine Schranke). Wir stellen unseren Poldi dort ab, obwohl das Symbol WoMo durchgestrichen ist. Dann machen wir uns auf zu den „alten Steinen“. Am Eingang überredet uns eine nette Dame doch zusätzlich zu den Eintrittskarten für die Steine noch eine für den Obstgarten am Ende des weitläufigen Geländes zu erstehen. (28 Euro für zwei, Timmi darf umsonst mit). Wir müssen durch die Sicherheitskontrolle, bevor wir in das Gelände dürfen. Für mich muss wegen des Schrittmachers der Scanner abgeschaltet werden, ist aber kein Problem, der Polizist versteht mich! Wir denken, dass unser Freund Eberhard, von dem, was es hier zu sehen gibt, begeistert wäre. Aber auch wir sind beeindruckt, was die alten Griechen und Römer so fertig gebracht haben und staunen über das, was uns auf einer mehrere hundert Meter langen „Promenade“ dargeboten wird. Wir sind begeistert zudem auch die Sonne scheint und kaum ein Wölkchen den blauen Himmel trübt. Nachdem wir das „Historische“ angeschaut haben, bleibt uns noch der Garten, in dem wir von einer Kontrolleurin freundlich begrüßt werden. Wir können Orangen und Zitronen an den Bäumen bestaunen, wobei auch schon die neue Blüte hervorspitzt. Irgendwann haben wir und auch Timmi genug, und wir gehen den langen Weg bei grellem Sonnenschein zurück zum WoMo, das glücklicherweise nicht abgeschleppt worden ist (meine heimliche Sorge während des Ausflugs). Anschließend geht es los, um unseren nächsten Campingplatz bei Falconara anzusteuern, der lt. ACSI-Führer ganzjährig geöffnet hat.  Als wir nach rd. 60 km vor dem Tor stehen, blitzt uns ein Schild entgegen: Chiusu. Da wir keine Lust haben, einen Stellplatz zu besuchen, der 25 Euro pro Nacht kostet, fahren wir weiter nach Südosten. In Punta Braccetto erreichen wir schließlich einen geöffneten und sehr schön angelegten Campingplatz, auf dem wir zwei Nächte bleiben wollen..
Reise nach Sizilien1. März 2017 bis 10. April 2017   Jungfernfahrt mit unserem neuen Wohnmobil Poldi
Stadtbesichtigung - ein einmaliges Erlebnis