Provence 2015 - Teil 2 hs Reisen und mehr Provence 2015 Home Impressum
© Hans Schönherr 2016
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10. Tag – 18. Juni 2015

Bonnieux

Heute dreht sich der Kilometerzähler nicht weiter: Wir legen einen Faulenzertag ein. Christl geht morgens erst kurz vor 8 Uhr mit Timmi los – zu Hause steht er manchmal schon um 6 Uhr vor ihrem Bett und möchte losmarschieren. Nach einem ausgiebigen Frühstück unter freiem Himmel bzw. der Markise machen wir uns auf in das nahe an einem Hang angeschmiegte Dörfchen Bonnieux. Zunächst geht es auf der Asphaltstraße bergan, dann verfolgen wir schmale Gässchen und Treppchen um den Gipfel der Ansiedlung zu erreichen. Hier steht eine Kirche, die leider nicht zu besichtigen ist, aber dafür hat man als Entschädigung eine tolle Aussicht auf die Umgebung mit den Dörfern Roussillon und Gordes. Wir haben viel zu sehen und genehmigen uns in einem Café einen „Kaffee creme“. Auch hier wieder stolze Preise: 7,60 €. Timmi wird allenthalben bewundert – von uns allerdings weniger, hat er doch die Unart entwickelt, alle möglichen anderen Hunde mit Drohgebärden zu attackieren. Nachdem wir auf dem Campingplatz zurück sind, machen wir es uns unter der Markise gemütlich, und wir legen Lesestunden ein. Abends mache ich mit Timmi einen Spaziergang zu den oberhalb des Campingplatzes gelegenen Bories, eine alte Ansiedlungen mit Rundhütten aus trocken geschichteten flachen Steinen. Auch wenn es ziemlich steil auf zerklüfteten Pfaden dorthin geht, hat sich der Spaziergang dennoch gelohnt. Zum Abendessen werfe ich unseren neuen Gasgrill an, der sich sehr gut bewährt.

11. Tag – 19.Juni 2015

Bonnieux – Menerbes – Fontaine-de-Vaucluse – Apt – Fort de Buoux –

Lourmarin (80  km) (Karte siehe hier)

Wir werden von der Sonne geweckt, die hinter den Bergen hervor kommt. Darüber hinaus ist es außerordentlich windig. Ich mache mit Timmi den morgendlichen Spaziergang, heute etwas weiter als gestern. Auf den Wiesen, die an den Weg angrenzen, gibt es etliche Kirschbäume mit dunkelroten Früchten zu bewundern. Unterhalb des Campingplatzes ist ein Umschlagplatz für Kirschen. Hier wird schon fleißig gearbeitet. Als wir zurückkommen, ist das Frühstück fast fertig. Nur das Baguette muss noch geholt werden. Pünktlich um 8.30 Uhr öffnet sich die Tür vom Office, das ofenfrische Brot ist schnell gekauft und einem gemütlichen Frühstück steht nichts mehr im Wege. Danach machen wir uns schnell auf den Weg, denn es stehen zwei schöne Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Erst geht unsere Fahrt an Menerbes, das links auf einer Anhöhe unterhalb eines Felsens zu bewundern ist, vorbei. Danach führt uns das Navi, das vorher von Hans gefüttert wurde, nach Coustellet, und von dort geht es links ab. Nun sind es noch neun Kilometer bis Fontaine-de-Vaucluse, unserem ersten Ziel. Wir fahren bis zu einem bewachten Parkplatz. Der Bewacher des Parkplatzes will uns klar machen, dass wir hier nicht übernachten dürfen, was wir ja eh nicht geplant haben. Für 4,00 Euro ist unser WoMo gut abgestellt und wir machen uns wie auch viele andere Touristen auf den Weg, um die berühmte Sorgue-Quelle aufzusuchen. Wir bestaunen die Souvenirshops und die Restaurants links und rechts des Weges, und relativ schnell sind wir an der Stelle angelangt, aus der die Sorgue aus dem Felsen tritt. Allerdings ist der Anblick nicht so spektakulär, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Der Reiseführer hat uns aber bereits darauf hingewiesen, dass im Sommer nur wenig Wasser aus dem Fels strömt. Plötzlich sind wir von einer Schar von Schulkindern umringt: Sie bewundern Timmi, streicheln ihn ausgiebig und fragen uns in bestem Schulenglisch nach Rasse, Namen und Alter. Ich lasse Timmi Pfote geben und die Kinder sind begeistert. Timmi lässt sich alles mit großer Gelassenheit gefallen und auch sonst ist er heute ausgesprochen brav und marschiert an allen Hunden, die ihm begegnen, ohne „Geknurre“ vorbei. Zurück im Zentrum setzt Hans sich auf eine Bank, und ich laufe die Straße entlang auf der Suche nach einem Bäcker. Schnell habe ich ein Brot für das Abendessen und zwei Mandelstangen für den Nachmittagskaffe erstanden, und wir marschieren zum Parkplatz zurück. Das Navi leitet uns zurück nach Coustellet, allerdings fahren wir jetzt geradeaus auf der D 900 Richtung Apt. Als wir in Apt ankommen, zeigt ein Außenthermometer 27 Grad an. Es ist immer noch sehr windig, ja man ist geneigt zu sagen, stürmisch. Unser nächstes Ziel ist das historische Fort de Buoux, das sich majestätisch auf einem markanten, leicht abfallenden Felsplateau erhebt. Die Fahrt dorthin erscheint mir etwas abenteuerlich, denn die Straße ist sehr kurvig und sehr eng. Ich weiß die Fahrkünste von Hans sehr zu schätzen, aber mir ist leider dennoch ein wenig mulmig zu Mute. Endlich treffen wir auf einen Parkplatz, stellen das WoMo dort ab und gehen den Rest bis zum Fort de Buoux zu Fuß. Bis zum Wärterhäuschen laufen wir noch eine ganze Weile bergan. Ein netter junger Mann begrüßt uns, wir zahlen den Eintrittspreis und bekommen einen Plan in deutscher Sprache. Es geht immer weiter hinauf, der Weg ist nicht ganz einfach zu bezwingen, aber dafür wird man mit grandiosen Ausblicken belohnt. Auch Timmi hält tapfer mit, aber es ist ihm auch anzumerken, dass es für ihn nicht ganz einfach ist, die ausgetretenen, steinigen Stolper-Wege zu bewältigen. Der Felsen diente bis ins 16. Jahrhundert immer wieder als letzte Rückzugsbastion, und so gibt es mehrere Verteidigungsgräben, Grundmauern eines einstigen Dorfes mit einer Kirchenruine, eine Zisterne und noch vieles mehr zu bewundern. Nachdem wir uns satt gesehen haben, gehen wir bedächtig wieder nach unten, um keinen Fehltritt, der in die Tiefe führen könnte, zu machen. Schon auf dem Weg zum Parkplatz beschließen wir, gleich zu dem von Hans ausgesuchten Campingplatz in Lourmarin zu fahren. Dort um 15:00 Uhr angekommen, genießen wir unseren Cappuccino mit den Mandelstangen, und Timmi darf sich über seinen täglichen Apfel freuen. Der Rest des Nachmittags ist dem Faulenzen vorbehalten. Der Wind ist immer noch sehr stürmisch, und wir beschließen relativ früh, es uns im WoMo bei einem guten Buch gemütlich zu machen.

12. Tag – 20. Juni 2015

Lourmarin – Pertuis – Aix-En-Provence – Vauvenargues – Rians – St-

Maximin-la-Ste-Baume – Peynier (134 km) (Karte siehe hier)

Heute wollen wir eine Tour machen, die in unserem Reiseführer vorgeschlagen wird. Sie heißt: „Im Herzen der Provence“. Wir sind gespannt, was uns erwartet. Nach dem Frühstück geht es aber erst einmal in Richtung Aix-En-Provence, wo die Tour startet. Vorher gehe ich noch in einen Supermarkt einkaufen, um die nötigen Vorräte für das Wochenende zu bekommen. Relativ schnell bin ich zurück, und nachdem Christl den Einkauf weggepackt hat, geht es weiter Richtung Osten. Wir durchqueren Aix-En-Provence, ohne uns weiter um die dortigen Sehenswürdigkeiten zu kümmern; diese hatten wir bereits bei unserer Provence-Tour vor ungefähr zehn Jahren einmal angeschaut. Relativ schnell finden wir die D 10, die in unserem Michelin-Atlas „gelb“ eingezeichnet ist. Das bedeutet „Überregionale Verbindungsstraße“. Wir passieren Vauvenargues, wo Pablo Picasso im Schlosspark beigesetzt ist (Park und Schloss sind nicht zu besichtigen). Die „überregionale“ Straße wird immer enger, kurviger und steiler. Dementsprechend schön ist aber die Gegend, die wir durchfahren. Der Anblick von imposanten Bergen, tiefen Schluchten, ausgedehnte Laub- und Nadelwälder, Krüppelbewuchs, Ginster, Oleander, Lavendel und vieles mehr lässt uns die etwas ungemütliche Straße vergessen. Wir finden einen schattigen „Pique-Nique-Platz, wo wir Mittagspause machen und den etwas glitschigen Kuchen, den ich vormittags eingekauft habe, vertilgen. Schließlich gelangen wir auf die sehr gut ausgebaute „rote“ D 3, die uns nach St. Maximin-la-Ste-Baume führt. Wir machen eine Stadtrundfahrt und beschließen aufgrund der Erfahrung mit der gelben D 10 der vorgeschlagenen Tour nicht weiter zu folgen, da dort Straßen erwähnt werden, die im Michelin-Atlas weiß und sehr schmal dargestellt sind – wir denken, dass das eher Straßen für kleine PKW als für WoMos sind. Nachdem ich auch schon ziemlich häufig gähne, suchen wir einen ACSI- Campingplatz, den wir schließlich in Peynier finden. Ein sehr schöner Platz, abseits des Verkehrs unter hochgewachsenen Pinien, die wunderbaren Schatten spenden, gelegen. Mit Timmi lässt sich abends ein ausgedehnter Waldspaziergang machen, während Christl den Salat fürs Grillen vorbereitet.
zum Anfang zum 13. Tag Bonnieux - Timmi möchte los Bonnieux Bonnieux Bonnieux Bonnieux Bonnieux Bonnieux Bonnieux Bonnieux Bonnieux Bonnieux Bonnieux Bonnieux - Bories Bonnieux - Bories Fontaine-de-Vaucluse Fontaine-de-Vaucluse Fontaine-de-Vaucluse Fontaine-de-Vaucluse Fort de Buoux - steiler Anstieg Fort de Buoux Fort de Buoux Fort de Buoux Fort de Buoux Fort de Buoux Fort de Buoux - Zisternen