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© Hans Schönherr 2016
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Urlaubsreise in die Provence

9. – 30. Juni 2015

Vorbemerkung: Der folgende Reisebericht unserer Fahrt mit unserem WoMo Moritz im Jahr 2015 in die Provence ist aus Tagebuchaufzeichnungen entstanden, die teilweise von meiner Frau Christl, teilweise von mir (Hans) festgehalten wurden. Aufgrund von Problemen mit dem Fotoapparat sind einige Fotos qualitativ nicht so besonders geworden, da sie teilweise auch mit dem Smartphone gemacht wurden. Wer die Bilder etwas größer haben möchte: bitte Bild anklicken! Viel Spaß mit unserem Reisebericht in und durch die Provence!

1. Tag: 9. Juni 2015

Kiel – Geesthacht – Winsen – Göttingen – Sontra – Fulda – Würzburg –

Welzheim (762km) (Karte siehe hier)

Nachdem wir unser WoMo Moritz schon gestern gepackt haben und es abfahrbereit vor der Haustür steht, gibt es nur noch wenige Dinge zu erledigen: Christl macht mit Timmi (unserem Labrador) die morgendliche Runde, ich packe die restlichen Sachen zusammen, und um 6:00 Uhr starten wir endlich in unseren Urlaub. Nachdem bereits alles im Kühlschrank verstaut ist, und wir keine Lust haben, im WoMo vor der Haustür zu frühstücken, machen wir noch bei der Backfabrik von Steiskal Halt und genehmigen uns dort ein Frühstück - wie fast vor jeder längeren Urlaubsfahrt.. Wir wollen wegen der Bauarbeiten auf der A 7 Hamburg umgehen und fahren deshalb östlich daran vorbei. Kurz hinter Winsen gelangen wir dann auf die A 7, der wir bis zum Dreieck Drammetal folgen. Da bei Kassel eine Vollsperrung angekündigt ist, fahren wir nun bis Fulda auf der B 27, bei Sontra machen wir eine kurze Rast. Dann geht es weiter auf der A 7 bis Würzburg, das wir im abendlichen Berufsverkehr relativ rasch durchqueren. Unser heutiges Ziel ist ein WoMo-Stellplatz in Weikersheim, der uns allerdings nicht gefällt (Parkplatz am Rande der Stadt). Also entschließen wir uns,  noch bis nach Welzheim weiter zu fahren, wo wir einen ruhigen Stellplatz an einem Stausee finden. Man mag sich fragen, was wir in Welzheim wollen: In Welzheim gibt es eine kleine Matratzenmanufaktur „Otts Traumwelt“, wo wir uns neue Matratzen machen lassen wollen.

2. Tag - 10. Juni 2015

Probeliegen

Nach dem Frühstück fahren wir die letzten vier Kilometer bis Welzheim. Herr Strobel, der Geschäftsführer, kümmert sich persönlich um uns, nimmt Maß für die neuen Matratzen und lässt uns auf seinen Mustermatratzen probeliegen. Relativ schnell entscheiden wir uns für die (hoffentlich) passenden Modelle. Ich befestige ein Kunststoffgitter auf den Lattenrosten (die serienmäßigen Latten haben einen zu großen Abstand). Christl macht mit Timmi währenddessen einen ausgiebigen Spaziergang im nahe gelegenen Wald. Nach rund 1½ Stunden sind die Matratzen fertig zugeschnitten und mit einem provisorischen Bezug versehen, sodass wir eine oder zwei Nächte probeliegen können, bevor sie fertig konfektioniert werden. Das WoMo stellen wir auf einen ruhigen Stellplatz in der Nähe der Firma im Stadtpark. Christl geht nachmittags ins Städtchen shoppen, während ich ein Nickerchen halte.  Am späten Nachmittag besuchen wir die Gastwirtschaft „Zum Lamm“, wo wir es uns gut gehen lassen (Christl Krustenbraten, ich Wildschweinbraten). Wir hoffen, dass wir auf den neuen Matratzen gut schlafen.

3. Tag – 11. Juni 2015

Welzheim – Backnang – Karlsruhe – Kehl – Strassbourg – Colmar (292 km)

(Karte siehe hier)

Schon nach der ersten Nacht auf den neuen Matratzen beschließen wir, dass wir die Matratzen für gut befinden (Hans meinte, es wäre wesentlich gemütlicher, auf ihnen zu liegen als auf den alten serienmäßigen Hymer-Federkern-Matratzen) und wir sie behalten wollen. Nach der Morgenrunde mit Timmi hole ich dann bei Frau Strobel die bestellten Brötchen (Service des Hauses) ab. Sie will natürlich wissen, ob wir gut geschlafen haben. Als ich ihr auch noch sage, dass wir die Matratzen behalten wollen, meint sie, wir können sie nach dem Frühstück gleich vorbei bringen, damit sie fertig konfektioniert werden können. Mit etwas Glück wären sie dann schon nachmittags fertig. Nachdem wir die Matratzen abgegeben haben, fertigt Frau Strobel aus einem Abfallstück noch eine wunderbare Schaumstoffunterlage für Timmi (noch ein Service des Hauses). Anschließend machen wir Großeinkauf im nahe gelegenen Lidl. Zurück auf dem Übernachtungsplatz genehmigen wir uns einen Cappuccino. Ich bin noch schnell in das nicht weit entfernte Ortszentrum gelaufen, in der Hoffnung, noch ein Geburtstagsgeschenk für Hans aufzutreiben (der Mann ist ja leider wunschlos glücklich). Auf dem Weg zurück kann ich von weitem erkennen, dass Hans auf dem Weg zur Firma Ott ist. Offensichtlich sind die Matratzen noch vor der Mittagspause fertig geworden. Hans kümmert sich ums Einladen und ich mich ums Bezahlen. Dann werden noch ein paar nette Worte gewechselt und während Hans die Betten wieder zusammenbaut, gehe ich mit Timmi noch einmal „um den Pudding“. Danach brechen wir endlich in Richtung Frankreich auf. Herr Strobel gibt uns den Rat, Stuttgart nördlich über Backnang zu umfahren, was wir dann natürlich auch gerne so machen. Unsere Fahrt geht weiter über die A 8 Richtung Karlsruhe. Von dort fahren wir gen Süden bis Kehl, wo wir den Rhein überqueren und damit auch schon in Frankreich sind. Die Fahrt durch Strassbourg zieht sich infolge des hohen Verkehrsaufkommens etwas qualvoll dahin, danach geht es aber wieder zügig voran, und so erreichen wir recht schnell unser heutiges Etappenziel Colmar. Bald ist der Campingplatz am Fluss Ill, den wir uns für die Nacht herausgesucht haben, erreicht. Das Wetter ist zwischenzeitlich richtig gut geworden, sodass wir unsere Campingmöbel aufbauen und endlich einmal unter freiem Himmel bei angenehmen Temperaturen sitzen können. Nach dem Abendessen machen wir zusammen mit Timmi einen Abendspaziergang. Als wir wieder beim WoMo sind, stellen wir fest, dass Timmi sehr stark humpelt. Nun liegt er auf seiner Decke und schläft. Hoffentlich geht es ihm morgen wieder gut.

4. Tag – 12. Juni 2014

Colmar – Col de la Schlucht – Lure – Vesoul – Dole – Digoin (376 km) (Karte

siehe hier)

Timmi weckt uns gegen 7:00 Uhr. Er humpelt nur noch ein klein wenig. Christl macht deshalb heute nur einen kurzen Morgenspaziergang mit ihm. Nach einem guten Frühstück sind wir auch schnell abfahrbereit. Ich hatte mir schon immer mal in den Kopf gesetzt, den Pass mit dem wohlklingenden Namen „Col de la Schlucht“ über die Vogesen zu befahren. Das setzen wir nun endlich in die Tat um, erreichen bald die Gipfelhöhe mit 1139 m. Wir fahren nun westlich der Vogesen auf relativ kleinen Sträßchen weiter Richtung Südwesten, passieren Lure, Vesoul, Dole, Chalon sur Saone, Montceau les Mines und erreichen schließlich Digoin. Die Fahrt geht durch teilweise ausgesprochen schöne Landschaften, die alle eigentlich einer eingehenderen Erkundung wert wären, aber unser Ziel in diesem Urlaub ist die Provence, sodass wir etliche interessante Dinge „links liegen“ lassen (müssen). Als wir an der Einfahrt des Campingplatzes in Digoin stehen, fällt mir wieder ein, dass wir hier schon einmal vor drei Jahren gewesen sind. Es gibt sogar freies WiFi! Timmi bekommt zur Belohnung, dass er tagsüber so brav gewesen ist, ein Rinderohr, das er genüsslich zerkaut.

5. Tag – 13. Juni 2015

Digoin – Lapalisse – Vichy – Thiers – le Puy – Mirabel et Blacons (367  km)

(Karte siehe hier)

Gleich nach dem Frühstück beschließen wir, noch einen kleinen Spaziergang zum Canal de Centre zu unternehmen. Der Canal de Centre verläuft etwa 1,5 Kilometer vom Campingplatz entfernt quer über die Loire. Wir haben Glück, denn als wir dort ankommen, fährt gerade ein Schiff (eher ein Boot) auf dem Canal in unsere Richtung. Fröhlich grüßen wir uns. Hans macht noch schnell ein paar Fotos, und dann ist das Schiff auch schon wieder weg. Zurück laufen wir durch die kleine Fußgängerzone, in der ich einen kleinen Supermarkt entdecke. Das trifft sich gut, denn die paar Einkäufe für unser Wochenende sind schnell gemacht, und ich spare mir dadurch den langen Weg durch einen der riesigen Supermärkte, die es überall in Frankreich gibt. Es findet sich auch noch eine kleine aber feine Patisserie, in der ich zwei kunstvoll verzierte Kuchenstücke für unseren Nachmittagskaffee erstehe. Wie wir später feststellen, sehen sie nicht nur köstlich aus, nein sie schmecken auch ausgezeichnet. Zurück auf dem Campingplatz sind wir auch schnell abfahrbereit. Unsere Fahrt führt uns erst durch Lapalisse (hier haben wir vor etlichen Jahren auch schon einmal übernachtet), dann weiter durch Vichy und an Thiers vorbei Richtung Le Puy. Hinter Thiers ist die Straße sehr gut ausgebaut, es sind auch keine Lkw´s unterwegs, und so kommen wir gut voran. Gegen 13:30 Uhr machen wir Rast. Ich unternehme mit Timmi einen kleinen Spaziergang in Richtung Fluss. Leider ist der Weg total verwildert und irgendjemand hat dort seinen gesamten Hausrat entsorgt. So wird es nur ein kurzer Ausflug. Hans hat inzwischen für den Cappuccino gesorgt. Beim Kaffeetrinken überlegen wir uns, wo wir die Nacht verbringen könnten. Wir waren uns schnell einig, den Campingplatz „Gervanne-Camping“ in Mirabel et Blacons an der Drome anzufahren, um dort zwei Nächte zu bleiben. Wir waren schon häufig auf diesem Platz. Er wird von einer Frau geführt, die wir unter uns liebevoll „Madame“ nennen. Warum das so ist, wissen wir eigentlich nicht, vielleicht liegt es daran, weil sie ihren Platz so gut im Schuss hat und wann immer wir kommen, stets fröhlich ist und uns sofort wieder erkennt. Die Fahrt dorthin führt durch Le Puy, einen Ort, den wir gut in Erinnerung haben, denn wir waren dort vor etlichen Jahren einmal zu einem großen Mittelalterspektakel und haben damals die Stimmung sehr genossen. Wir müssen uns durch die Stadt quälen, denn es gibt keine Umgehung. Die weitere Fahrt ist zwar sehr schön – in Anbetracht der abwechslungsreichen Natur um uns herum, aber leider dementsprechend auch sehr kurvig und dadurch äußerst sehr langsam. Gegen 18:00 Uhr kommen wir bei „Madame“ an. Wir dürfen uns einen Platz aussuchen, was gar nicht so einfach ist, weil der Platz – hauptsächlich von Niederländern – außerordentlich gut besucht ist. Ich mache mich gleich daran, das Abendessen zuzubereiten, denn wir wollen draußen essen, bevor die schwarzen Wolken, die über uns hängen, in Regen übergehen. Nach dem Essen geht Hans mit Timmi und Regenschirm los und kurz darauf gießt es wie aus Kübeln. Die zwei sind bald wieder – natürlich klitschnass – zurück. Es blitzt und donnert, und wir wissen nicht, ob wir in Anbetracht des unbeständigen Wetters wirklich zwei Nächte bleiben werden.

6. Tag – 14. Juni 2015

Ruhetag

Die erste Nachthälfte kommt der Regen nur so runter, und kurz vor dem Aufwachen setzt das Getrommel auf dem WoMo-Dach wieder ein. Dennoch macht sich Christl mit Timmi auf den Weg, damit er zu seinem Recht kommt. Vormittags beschäftigen wir uns mit SMS-Schreiben, Cappuccino-Trinken und Prosecco-Vernichten. Mittags klart es auf, und die Sonne kommt hervor. Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang zum alten Dorf Mirabel, das teilweise aus Ruinen besteht, teilweise aber auch schon wieder restauriert ist und bewohnt wird. Links und rechts des Weges werden wir durch eine vielfältige Blumenpracht verwöhnt. Timmi wird immer mal wieder von Hofhunden angebellt, die er aber (meistens) geflissentlich ignoriert. Abends holen wir den Gas-Grill raus und brutzeln uns Würstchen (ich bekomme zusätzlich ein ziemlich dünn geschnittenes Steak). Nach dem Abendessen gehe ich mit Timmi die Abendrunde, Christl macht den Haushalt. Wir sitzen bis kurz vor 22 Uhr draußen und genießen den Abend im Freien. Morgen werden wir wieder aufbrechen und in die Provence „einfallen“. Hoffentlich wird das Wetter etwas beständiger!
unser WoMo Moritz Rathaus von Welzheim in den Vogesen Timmi hat immer Hunger und passt genau auf, was in der Küche passiert Campingplatz Digoin Canal du Centre quert die Loire Canal du Centre quert die Loire Canal du Centre quert die Loire Canal du Centre quert die Loire Digoin Digoin - Kirche Spaziergang zum "alten Dorf" Spaziergang zum "alten Dorf" Spaziergang zum "alten Dorf" Spaziergang zum "alten Dorf" Spaziergang zum "alten Dorf" Spaziergang zum "alten Dorf" Spaziergang zum "alten Dorf" Spaziergang zum "alten Dorf" zum Anfang zum 7. Tag Spaziergang zum "alten Dorf"