hs Reisen und mehr
Jakobsweg 2011
© Hans Schönherr 2012-2015
Epilog
Epilog Ab und zu fragte mich einer meiner Tagebuch-Leser per E-Mail, warum ich das ganze Unternehmen in Angriff genommen habe. Die Antwort habe ich teilweise schon im Prolog gegeben. Ein weiterer Grund war aber auch, da will ich ganz ehrlich sein, mir selbst (und anderen) zu zeigen, dass ich trotz meiner 63 Jahre auch noch etwas realisieren kann, wenn ich es nur will. Das ist geglückt, wie ich gezeigt habe. Und ich denke, dass ich noch so leistungsfähig bin, wie manch ein Junger - vor allen Dingen, wenn ich gesehen habe, wie manch einer von denen in Santiago über seine Leiden klagte, die er während der Pilgerschaft erlitten hatte. Und die dritte Überlegung war, dass ich damit einen guten Break zu meinem bisherigen beruflichen Lebensabschnitt habe. Allein und für lange Zeit auf mich selbst gestellt, hatte ich Zeit zu überlegen, zu reflektieren und für die Zukunft zu planen - obwohl natürlich da auch schon Pläne bestehen und Interessen vorhanden sind. Mich selbst gefunden habe ich nicht, weil ich das auch gar nicht wollte (ich habe mich schließlich auch nicht verloren). Ich weiß, wer ich bin, dafür brauche ich keine spirituellen Erfahrungen. Allerdings habe ich erlebt, dass ich mehr kann, als ich bisher wusste, es hängt vieles vom Willen ab, es auch durchzusetzen - und zwar insbesondere gegen sich selbst! So das war für diejenigen, die mich gefragt haben, warum ich die ganze Pilgerreise mit all ihren Beschwerlichkeiten auf mich genommen habe. Mein Fazit jedenfalls ist, dass all meine Erwartungen und Hoffnungen mit dieser Reise in Erfüllung gingen. Auch wenn ich das ganze Abenteuer zum Schluss als etwas zu lange dauernd empfand, möchte ich diese acht Wochen nicht missen, die mir so viel Neues boten, mich täglich mit Überraschungen konfrontierten und mich viele Menschen kennen lernen ließen. Es war einfach toll.
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