© Hans Schönherr 2012-2015
hs Reisen und mehr Fahrradreise 2012
3. Tag: Neutraubling - Regensburg - Roding gefahrene Kilometer 70 km Gesamtstrecke 70 km Wetter: heiter bis wolkig, kaum Wind, ca. 20 Grd. C Heute wird es ernst! Der erste Radfahrertag beginnt für mich um 7:30 Uhr, als Lutz mich weckt. Schnell packe ich meine "Siebensachen" und versuche mir zu merken, welches Teil ich wo untergebracht habe. Ich denke, ich brauche noch ein paar Tage, bis alles seinen rechten Fleck gefunden hat. Nach einem gemütlichen Frühstück mit Antje und Lutz rüste ich das Liegerad aus. Es war sehr zuvorkommend von den Beiden, mich zwei Nächte zu beherbergen und mir auch noch ein Sightseeing-Programm zu bieten. Von dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank! Kurz vor neun Uhr kann es dann losgehen. Lutz begleitet mich noch einige Kilometer bis zum Beginn des Regental- Radweges bzw. den "Radweg München - Regensburg - Prag" (abgekürzt MRP). Nachdem wir die Donau überquert haben, stößt auch noch Herr Schanderl zu uns, der mir auch das Geleit geben möchte. Wirklich sehr nett von den Beiden. Nach 11 km ist schließlich die Stelle erreicht, an der der Regen in die Donau fließt. Hier trennen sich unsere Wege. Für mich geht es nun regenaufwärts, zunächst an Lappersdorf vorbei. Rund 60 km liegen noch bis Roding, wo ich ein Hotel gebucht habe, vor mir. Das Fahren geht erstaunlich leicht, und ich fühle mich nach ganz kurzer Zeit wieder sicher auf dem Toxy. Nachdem ich vor der Fahrt immerhin ganze !4 km! "trainiert" habe, freue ich mich, dass alles so gut läuft. Der MRP befindet sich immer mal wieder auf der einen oder der anderen Seite des Regens. Die Strecke verläuft teilweise auf gut asphaltierten Radwegen neben oder abseits von Straßen, teilweise aber auch auf Schotterwegen oder manchmal sogar auf normalen - allerdings wenig befahrenen - Autostraßen.   Die ganze Zeit begleitet mich der Regen. In den Altwässern gurgelt und blubbert es, Frösche quaken laut und aufdringlich. In Nittenau sehe ich sogar einen Storch. Kurz hinter Nittenau entdecke ich auch das Symbol des Jakobsweges, dem ich nun "entgegen fahre". Ich denke, dass der Jakobsweg mich bis Prag begleiten wird. Ich habe mir eingebildet, dass die heutige Route flach und eben neben dem Regen verläuft. Bis Nittenau stimmt das auch, aber kurz vor Roding geht es nun stramm bergauf, so dass ich mich gezwungen sehe, abzusteigen und mal wieder zu schieben. Es sind rund 1½ Kilometer, die es durch den Wald auf Forstwegen bergauf geht. Dafür darf ich dann auch ein schönes Stück - vorbei an der Wallfahrtskirche “Heilbrünnel" - bergab rollen. Das macht Spaß! Nach einer nochmaligen Überquerung des Regens erreiche ich schließlich gegen 15:00 Uhr Roding. Ich finde auch sehr schnell das Hotel Blümelhuber. Leider ist dort alles geschlossen. Die Dame "aus der Sprechsäule" meint, ich solle zum City-Hotel kommen, dort ist der Check-In. Es stinkt mir schon ein bisschen, dass ich nun noch einen Gang durch Roding machen soll, um schließlich mein Zimmer zu bekommen. Sehr kundenfreundlich ist das nicht (Service-Wüste Deutschland?)! Und morgen gibt es dort auch das Frühstück - glücklicherweise liegt es auf dem Weg, den ich ohnehin fahren möchte. Einen separaten Raum für mein Fahrrad kann mir niemand anbieten. Also schließe ich es mit allen Schlössern, die ich habe, in der Hotelhalle an, nachdem mir versichert wird, dass dort kaum jemand vorbei kommt - wenig später sehe ich, wie eine Horde Kinder durch eben diese Hotelhalle tobt. :-( Ich mache einen ausgedehnten Stadtbummel durch Roding, sofern man überhaupt von "ausgedehnt" sprechen kann (ca. 11.500 Einwohner). Ich unterbreche den Bummel an einer Eisdiele. Ansonsten gibt es in Roding nicht viel zu sehen. Mein Hotel hat einen Biergarten, in dem Hotelgäste ein Hauptgericht und ein Getränk für 9,99 € bekommen - das werde ich ausprobieren! Aber es ist wohl nichts mit "ausprobieren": Die Gaststätte ist zwar geöffnet, allerdings gibt es dort keine Bedienung, so dass ich mich nach 20minütiger Wartezeit entschließe,  das "gastliche" Lokal zu verlassen und zum Essen eine andere Gaststätte aufzusuchen. Der Schweinebraten dort ist hervorragend zubereitet und schmeckt prima.
3. Tag - 4.5.2012
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