© Hans Schönherr 2012-2015
hs Reisen und mehr Fahrradreise 2012
19. Tag: Havelberg - Dömitz gefahrene Kilometer 86 km Gesamtstrecke 1.032 km Wetter: morgens blauer Himmel, fast ohne jegliche Bewölkung, Wind aus Ostsüdost, also meist von hinten oder seitlich hinten, mittags ca. 30 Grd. C   Dies ist heute der vorletzte Reisebericht meiner Tour Regensburg - Prag - Lauenburg. Ich freue mich, dass ich so weit gekommen bin und freue mich aber auch darauf, morgen wieder Zuhause zu sein. Im Laufe des Tages wird die 1.000 km-Marke überschritten. Heute Morgen gibt es ab acht Uhr Frühstück in der Biergarten-Pension in Havelberg. Für 7 € könnte man etwas mehr erwarten - ich werde aber dennoch satt. Fazit für diese Pension: Es ist alles in Ordnung, aber sehr wenig "heimelig". Man merkt nur wenig persönliche Anteilnahme des Pensions- Chefs. Um 8:30 Uhr bin ich dann auf Piste. Ein alter Mann gibt mir Tipps, wie ich weiter fahren soll. Ich höre mir das alles geduldig an und ratsche noch ein wenig mit ihm. Die Sonne brennt schon morgens kräftig herunter. Ich fahre auf dem Deich und auf guten Feldwegen mit Betonplatten gen Nordwest. Den Wind, der im Laufe des Tages stärker wird, merkt man kaum, da er meist von hinten oder seitlich kommt. Zunächst fahre ich zwischen Elbe und Havel dahin, bis ich ich bei Quitzöbel die Havel überquere. Anschließend schaue ich mir die Stelle an, an der die Havel in die Elbe fließt. Ich passiere Rühstädt, das "Storchendorf". Tatsächlich gibt es auf der ganzen heutigen Tour ziemlich viele Störche zu sehen. Einmal kann ich insgesamt sechs Störche in der Luft kreisend beobachten. In vielen Dörfern gibt es Nisthilfen für Störche, und aus vielen dieser Nester schauen Störche hervor. Weiter geht es auf dem Deich bis nach Wittenberge, das ich nach 35 km erreiche. Hier ärgere ich mich ein wenig über die Wegweisung durch Wittenberge - es gibt undefinierbare Umwege, bei denen nicht klar ist "warum?". Außerdem ist es heiß, und ich habe Durst. In Wittenberge schaue ich mir aus lauter Frust nichts an, ich verlasse den Elbe-Radwanderweg und fahre entlang der B195 auf Radwegen bis nach Cumlosen und spare mir dadurch rund 10 km entlang des Elbdeiches. In Lütkenwisch mache ich in einem Café Mittagspause und genehmige mir einen Kaffee und ein Stück Torte. Nach etlichen Kilometern auf lediglich gekiesten Deichradwegen komme ich schließlich um 15:00 Uhr in Dömitz an. Schnell bin ich in der Radlerpension und beziehe mein Zimmer im zweiten Stock. Eine nette Pensions-Chefin erklärt mir alles und weist mich auf die Sehenswürdigkeit von Dömitz hin: Die Festung. Nachdem ich mich umgezo- gen habe, besichtige ich diese Festung, eine Flach- landfestung mit fünfeckigem Grundriss aus den Jahren 1559-1565. Sie wurde zum Schutz der Landesgrenze von Mecklenburg und zur Kontrolle der Elbzolleinnahmen errichtet. Immerhin brauche ich für die Besichtigung nur den "Rentnereintrittspreis" bezahlen. Ansonsten bietet Dömitz relativ wenig, was es zu besichtigen gibt. Viele Häuser verfallen, viele Geschäfte stehen leer.
19. Tag - 20.5.2012
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