© Hans Schönherr 2012-2015
hs Reisen und mehr Fahrradreise 2012
18. Tag: Rogätz - Havelberg gefahrene Kilometer 78 km Gesamtstrecke 947 km Wetter: morgens leichte Schleierbewölkung, Wind aus Ostsüdost also meist von hinten oder seitlich hinten, mittags ca. 25 Grd. C Täglich (an den Fahrtagen) bin ich im Schnitt bisher 73 km gefahren. Ich finde, dass das nicht schlecht ist. Meine diesjährige Fahrradtour nähert sich aber ihrem Ende. Ehrlich gesagt freue ich mich nach nunmehr knapp drei Wochen, sehr auf zu Hause, auf Christl und auf Timmi. Deshalb habe ich heute Nacht während des Schlafens beschlossen, am Montag meine Tour in Lauenburg an der Elbe enden zu lassen und von dort aus mit Bahn oder sonst wie nach Hause zu fahren. In Schmidt's Restaurant und Hotel in Rogätz, in dem ich übernachtet habe, gibt es seit langem mal wieder ein Frühstücksbuffet mit allem, was das Herz begehrt. Die Senior-Chefin meint: "Man merkt doch, dass da eine Schlachterei dazugehört?" Auf alle Fälle habe ich es mir schmecken lassen. Nachdem ich mein Fahrrad gepackt habe, lasse ich mir in der Metzgerei von der Senior-Chefin noch zwei Brötchen schmieren (beide zusammen für 2€!). Das Wetter ist heute sehr schön, und ich fahre auf tollen Radwegen durch Wälder und Auen bis Grieben. Dort biege ich vom linkselbischen Radweg ab und fahre zur Elbfähre, die mich auf das andere Ufer hinüber bringt. Meine erste Station heute ist Jerichow mit seiner historischen Klosteranlage und der monumentalen Backsteinkirche. Danach fahre ich rechtselbisch teilweise auf den Deichen, teilweise auf landwirtschaftlichen Wegen, teilweise auf Radwegen, die auf ehemaligen Bahntrassen verlaufen. Einmal stürze ich fast, als der Weg sehr sandig wird. Ich schiebe da lieber ein paar Meter. Es macht heute viel Spaß zu fahren - das ist wieder genussradeln! Unterwegs begegnen mir zwei Liegeradfahrer, die in einer Art Seifenkiste (dreirädriges Fahrgestell mit Stromlinien- Verkleidung) unterwegs sind. An einer Parkbank, als ich gegen Mittag eine kleine Pause einlege, rufe ich in Havelberg eine Pension an, um ein Zimmer zu bekommen. Gerade hat jemand dort abgesagt, so dass für mich alles klar ist. Gegen 14:30 Uhr erreiche ich Havelberg und beziehe dort mein Zimmer. Heute ist wieder einmal Wäsche waschen angesagt.   Ich telefoniere mit Christl und bereite sie darauf vor, dass ich schon am Montag wieder nach Hause komme. Sie wird mich mit dem Auto in Lauenburg abholen, das finde ich sehr lieb von ihr. Bis Lauenburg habe ich von hier noch zwei Tagesetappen von insgesamt rund 160 km. Morgen werde ich in Dömitz übernachten - das Quartier habe ich schon bestellt. Ich besichtige das sehr hübsche Havelberg  und den Dom, der oberhalb des Städtchens  das Stadtbild dominiert. Heute gibt es freien  Eintritt in den Dom und in das Dommuseum.  Obendrein gibt es Kaffee und Kuchen umsonst  bzw. gegen eine Spende. Der Dom ist als  Backsteinbau sehr beeindruckend und  fasziniert mich sehr. Hier hätte ich gerne  einmal ein Orgelkonzert gehört. Beim  Ratskeller bestelle ich mir ein Bier, um meinen  Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Nachdem ich nach zwanzig Minuten immer noch nichts  bekommen habe (andere Gäste warteten schon mehr als 40 Minuten) verlasse ich die  Stätte des Grauens und gehe in ein anderes Lokal.   Abends stille ich meinen Hunger in einem griechischen Restaurant, wo es typischerweise  wieder zu große Portionen gibt. Morgen soll das Wetter wieder gut werden. Ich freue mich  darauf.  
18. Tag - 19.5.2012
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