© Hans Schönherr 2012-2015
hs Reisen und mehr Fahrradreise 2012
17. Tag: Barby - Rogätz gefahrene Kilometer 65 km Gesamtstrecke 868 km Wetter: morgens leichte Schleierbewölkung, Wind aus Südost also meist von hinten oder seitlich hinten, mittags ca. 20 Grd. C Es verspricht ein schöner Tag zu werden: Die Sonne scheint, es weht kaum Wind. Beim Frühstück unterhalte ich mich noch eine Weile mit den beiden Radlern aus Erlangen, bevor wir unserer Wege ziehen. Die Pensionschefin fordert mich auf, mir noch ein Brötchen für den Weg zu schmieren - wirklich sehr nett! Ich erlaube mir heute, ein wenig zu schummeln: Statt den offiziellen Elberadweg rechtselbisch zu benutzen, fahre ich auf und neben der Landstraße nur rund zwölf Kilometer bis Schönebeck und erspare mir so rund 20 km. Die Straße ist gut zu befahren und die letzten 6 km kann man sogar auf dem Elbdeich fahren. Der Wind bläst leicht von hinten, so dass es heute richtiges "Genussradeln" ist. Die Radlerschuhe, die ich in Dresden gekauft habe, bewähren sich im Übrigen hervorragend: Ich friere nicht mehr und habe etwas besseren Halt als vorher. In Schönebeck überquere ich auf der Brücke die Elbe und bin sogleich wieder auf dem Elberadweg, dem ich nun bis Magdeburg folge. In der Ferne ist bereits der Magdeburger Dom zu sehen. Der Weg ist teilweise auf dem Deich, teilweise führt er direkt daneben oder er geht auch quer über Äcker oder durch Wälder. Ab und zu kommt auch die Elbe in Sicht - zwischenzeitlich ist sie ein richtiger Strom geworden. Der Weg ist entweder asphaltiert oder er ist in "Zweispurplatten- Bauweise" gefertigt - manchmal leider auch bei Ortsdurchfahrten sehr hässlich gepflastert. Schließlich ist Magdeburg erreicht. Ich durchquere den Stadtpark Rotehorn und lande mitten in der City von Magdeburg, nachdem ich die "alte Elbe" und die Elbe überquert habe. Ich nehme mir die Zeit, den Dom mit seinem Kreuzgang zu besichtigen. Dann gehe ich zum Hundertwasser- haus, in dem unser Freund Eberhard wohnt, wenn er in Magdeburg ist. Ich foto- grafiere es aus allen Lagen und trinke dort einen Cappuccino. Anschließend geht es weiter. Auf verschlungenen Wegen folge ich dem Elberadweg, überquere beim Otto-von-Guericke- Museum wiederum die beiden Elbe(n). Weiter fahre ich nun nach Hohenwarthe, wo einmal der Mittellandkanal die Elbe überquert und wo sich auch die Schleuse vom Mittelland- in den Elbe-Havel-Kanal mit 18,5 m Höhenunterschied befindet (Wasserstraßenkreuz Magdeburg). In einer Wirtschaft genehmige ich mir ein Mittagsbier und Pommes mit Bockwurst und ganz viel Mayonnaise, obwohl ich die eigentlich gar nicht mag, jetzt aber Appetit darauf habe. Nach etwa einer Stunde fahre ich weiter. Nach kurzer Strecke treffe ich die beiden Radler aus Erlangen wieder, die sich gerade erholen. Sie sind ganz erstaunt, mich wieder zu sehen und sind etwas kleinlaut, als ich ihnen erzähle, wie ich gleich am Anfang 20 km gespart habe. Kurz darauf kommt mir ein Liegeradler entgegen - er hat aber keine Zeit anzuhalten und zu ratschen. Auf 800 km Länge habe ich keinen einzigen dieser Zunft getroffen, und nun sollte mir an der Fähre nach Rogätz gleich noch ein zweiter begegnen. Auch hier können wir nicht plaudern, weil er von der Fähre muss und ich hinauf - schade! In Rogätz finde ich schnell mein Hotel. Leider habe ich ein separates Bad "über den Flur", allerdings ganz für mich alleine. Abends besucht mich mein ehemaliger Kollege Peter, der hier in Sachsen-Anhalt Landesbranddirektor gewesen ist und zur gleichen Zeit wie ich in den Ruhestand eingetreten ist. Wir unterhalten uns bei einem guten Abendessen lange darüber, was wir so machen, was wir gemacht haben und was wir noch alles machen wollen. Kurz bevor es dunkel wird, macht sich Peter wieder auf den Heimweg nach Biederitz, einem Nachbarort von Magdeburg. Als morgiges Ziel habe ich Havelberg angepeilt!
17. Tag - 18.5.2012
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