© Hans Schönherr 2012-2015
hs Reisen und mehr Fahrradreise 2012
14. Tag: Radebeul - Torgau gefahrene Kilometer 89 km Gesamtstrecke 658 km Wetter: leichte Bewölkung, Wind seitlich oder von hinten, mittags ca. 20 Grd.C , abends Regen Nachdem ich gepackt und mir mein Frühstück zubereitet habe, fahre ich von Radebeul-Naundorf ab. Schnell ist der Elberadweg erreicht, dem ich rechtsseitig folge. Ich passiere Coswig und Meißen mit der Albrechtsburg. Hier schlängelt sich die Elbe noch tief eingeschnitten in die Hochebene entlang. Auf der rechten Seite sieht man noch bis einige Kilometer hinter Meißen Weinberge. Dann wird es flach. Die Hänge verschwinden. Die Elbe fließt träge und behäbig in ihrem breiten Flussbett dahin. Man kann weit sehen, so etwa wie in Nordfriesland oder in weiten Teilen der Geest bei uns Zuhause. Das Wetter ist radfahrerfreundlich: sonnig mit ein paar Wolken, und der Wind schiebt auch ein bisschen, so dass ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 20 km/h erreiche. So macht das Radeln Spaß. Und ich muss mich auch ein bisschen beeilen, da die Wettervorhersage ab dem späten Nachmittag Regen angesagt hat. In Mühlberg durchquere ich ein nett wieder hergerichtetes Städtchen mit einem historischen Stadtkern. An einer Imbissbude halte ich an und esse eine Bratwurst. Dann fahre ich über eine nagelneue Brücke auf die andere Elbseite hinüber und fahre nun linksseitig auf dem Elberadweg weiter. In Belgern ratsche ich ein wenig mit einer Radlergruppe aus NRW, denen das Gepäck mit einem Fahrzeug transportiert wird. Sie staunen nicht schlecht, als sie erfahren, dass ich bereits in Regensburg gestartet bin - und dann mit solch einem kuriosen Gefährt. In Weßnig schaue ich mir die "erste deutsche Radlerkirche" an. Außer, dass ein paar Fahrradständer aufgebaut waren, sehe ich aber keinen Zusammenhang zwischen Kirche und Radlern - hieran muss irgendwie noch gearbeitet werden. Gegen 15:00 Uhr komme ich in Torgau an. Als erstes suche ich mir eine Unterkunft und finde die "kleine Pension am großen See", die mitten in einer Schrebergartensiedlung liegt und offen- sichtlich auch ein ehemaliges Gartenhäuschen ist, dass immer wieder angebaut oder erweitert wurde. Es kostet aber nur 20 € mit Frühstück. Dann gehe ich zu Fuß in das rund 20 Minuten entfernte Zentrum. Es beginnt zu regnen, und ich flüchte in eine Eisdiele. Wenig später ist es wieder trocken. Der Marktplatz von Torgau ist sehr schön und wird von einem riesigen Renaissance-Rathaus dominiert. Ich schlendere durch die engen Gassen zum Schloss Hartenfels (heutiges Landratsamt), das ab 1482 errichtet wurde. Im Schlossgraben befindet sich ein Braunbären-Freigehege. Leider will sich keines dieser possierlichen Tiere zeigen. Ich werfe noch einen kurzen Blick in die Schlosskirche, den ersten protestantischen Kirchenbau, der von Luther persönlich eingeweiht wurde. Torgau war im 16. Jahrhundert bevorzugte Residenzstadt der sächsischen Kurfürsten. Abendessen gibt es heute in einer Pizzeria. Ich habe nun etwa die Hälfte der Gesamtstrecke zurückgelegt.
14. Tag - 15.5.2012
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