© Hans Schönherr 2012-2015
hs Reisen und mehr Fahrradreise 2012
13. Tag Radebeul-Naundorf und Dresden Heute ist wieder ein Tag (fast) ohne Radfahren angesagt. Nach dem Aufstehen mache ich mir mein Frühstück und telefoniere anschließend mit Sigrid und Klaus. Sie ist eine Nichte meines bereits verstorbenen Onkels und auch schon viele Jahre in Rente. Ich frage, ob ich als Überraschungsbesuch mal eben vorbeikommen darf. Die beiden freuen sich und sagen, dass ich darf. Ich nehme also das Toxy für ein paar Kilometer in Betrieb. Es ist schön, dass wir uns nach rund 20 Jahren wiedersehen können. Fast eine Stunde lang haben wir uns viel zu erzählen. Dann verabschiede ich mich und fahre weiter zum Fahrradladen "Tretmühle" in Radebeul- Kötzschenbroda, wo ich mich bereits von Tschechien aus per E-Mail angemeldet hatte. Ich werde dort sehr zuvorkommend bedient und betreut. Ich bekomme zwei neue Reifen in der richtigen Größe. Der freundliche Monteur versucht auch, meine Kettenschaltung wieder gerade zu biegen. Nachdem ich mir das verbogene Teil genau angesehen habe, bitte ich ihn, mir eine neue Schaltung einzubauen, auch wenn das Ersatzteil insgesamt 50€ kostet. Nach rund einer Stunde ist die Prozedur ausgestanden, und ich habe wieder ein voll funktionsfähiges Toxy. Ich fahre zurück, schließe das Toxy ein und mache mich dann mit der S-Bahn auf nach Dresden-"City".   Auch wenn ich in den vergangenen Jahren schon öfters auf Dienstreisen in Sachsens Metropole gewesen bin, überrascht es mich immer wieder, was dort alles neu gebaut worden ist und noch gebaut wird. Allein die prächtigen, kulturhistorisch wertvollen Bauten, die wieder erstanden sind oder renoviert in neuem Glanz erstrahlen: das ist schon beeindruckend und eine Reise nach Dresden wert. Ich besichtige die Frauenkirche - weil diesmal keine lange Warteschlange davor steht, muss man eben auch nicht warten. Die Kirche ist wirklich beeindruckend - insbesondere weil es wohl kaum woanders einen derartig "neuen" Kirchengrundriss gibt. In einem Café gönne ich mir die sächsische Spezialität Eierschecke und einen Pott Kaffee. Bei strahlend blauem Himmel genieße ich beides.   Im Zwinger werde ich von einer Japanerin ausgefragt, was das für ein Gebäude sei. Rund 10 Minuten mache ich für sie den Fremdenführer - allerdings ohne die nötige Lizenz dafür zu haben. Aber ich verlange schließlich auch nichts dafür. Anschließend gehe ich noch schnell zu Globetrotter und kaufe mir neue Radlerschuhe. Die ich bisher benutzt habe, sind Sandalen, die zwar für das Wetter in Frankreich und Spanien geeignet sind, aber nicht für die Kälte bei uns - ich hatte die letzten Fahrtage immer kalte Füße. Nachdem ich noch ein paar Mitbringsel für meine Cousine und ihren Mann besorgt habe, fahre ich anschließend mit der Straßenbahn zurück nach Radebeul-Naundorf. Abends gibt es grünen Spargel in gekochten Schinken eingerollt und mit Käse überbacken - sehr lecker - hmmmmm! Morgen geht es weiter - ich werde versuchen bis Torgau zu kommen. Ich schätze, dass ich insgesamt noch zehn Fahrtage vor mir habe - mal sehen.
13. Tag - 14.5.2012
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