© Hans Schönherr 2012-2015
hs Reisen und mehr Fahrradreise 2012
1. Tag: Fahrt mit Auto und Bahn von Kiel nach Regensburg Nach langen Vorbereitungen und Planungen ist heute endlich der Tag da, an dem ich meine Fahrradtour beginnen kann. Gestern habe ich vorsichtshalber noch einmal das Liegerad durchgecheckt und und das Gepäck probeweise auf das Rad gepackt. Alles ist perfekt. Gestern nachmittags und abends verabschiedeten sich dann noch ein paar Nachbarn/Freunde von mir und wünschten mir vor allen Dingen immer viel Rückenwind. Ich denke, dass ich den brauchen kann.   Heute Morgen wache ich bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein auf, was mich dazu bringt festzustellen, dass ich keinen Sonnenschutz eingepackt habe (ist aber kein Problem, dieses nachzuholen). Ich bringe Timmi noch schnell zur Hundetagesstätte "Pennysplace", besorge ein paar Brötchen und frühstücke in Ruhe noch einmal mit meiner lieben Christl. Das Liegerad ist schnell im Auto untergebracht. Netterweise fährt mich Christl nach Hamburg-Altona, da der Zug dort eingesetzt wird und ich mir so das Umsteigen und die Treppen von Hamburg Hbf ersparen kann. Ein bisschen nervenaufreibend wird es noch, bis wir in Hamburg ankommen, da auf der A7 von Quickborn bis Stellingen Stau angesagt ist. Dieser erweist sich allerdings als "nur" zäh fließend, so dass wir nur etwa 25 Minuten länger als sonst benötigen. Nachdem wir einen Parkplatz zum Ausladen des Rades gefunden haben, macht sich Christl auf den Heimweg und ich mich auf den Weg zum Bahnhof Altona (300 m). Das Liegerad lässt sich leider aufgrund seiner Abmessungen nicht in den vorgesehenen Halterungen im Fahrradabteil einhängen, so dass ich das Rad nach längerer Diskussion mit einem netten Schaffner einfach so anstelle, nachdem ich es mit Gummispannern gesichert habe. Um 11:22 Uhr soll der Zug losfahren, tut es aber nicht: Er fährt erst 15 Minuten später ab - in Bremen hängen wir dem Fahrplan schon 25 Minuten hinterher. Hier steigt glücklicherweise eine "Oma" mit ihren drei Enkelkindern aus - jetzt ist im Großraumabteil wieder "himmlische" Ruhe. In Köln beträgt die Verspätung mittlerweile 30 Minuten. Während der Fahrt bis Koblenz stelle ich fest, dass ich annähernd die gleiche Strecke letztes Jahr auf dem Jakobsweg gefahren bin - um wie viel schneller es doch mit dem Zug - trotz Verspätung - geht! Im Ruhrgebiet bis weit hinter Köln ist es nebelig und diesig. Erst am Rhein zwischen Koblenz und Bingen klart es wieder auf. Es ist immer wieder schön, durch das Rheintal zu fahren und die Aussicht auf den Strom mit seinem regen Schiffsverkehr, die Weinberge mit den niedlichen Schlössern, Burgen und Burgruinen und die kleinen Ortschaften, die sich zwischen Schiene, Straße, Rhein und Weinberge zwängen, zu haben. Auch in Würzburg hat unser Zug seine Verspätung nicht eingeholt. Ich unterhalte mich ganz lange mit einem Ehepaar aus Ludwigslust, das von Regensburg aus den Donau-Radweg bis nach Wien fahren möchte. In Regensburg holt mich Lutz, ein Freund und ehemaliger Kollege, bei dem ich zwei Nächte übernachten darf, am Bahnhof ab. Glücklicherweise passt mein Liegerad in sein Auto, so dass ich die 10 km lange Strecke zu seinem Haus in Neutraubling nicht mit dem Fahrrad fahren muss. Mit Lutz und seiner Frau Antje ratsche ich noch längere Zeit über vergangene Zeiten und Pläne für die Zukunft. Es ist wirklich nett, und die Weizenbiere schmecken nach der langen Bahnfahrt auch sehr gut. Für morgen ist eine Besichtigung der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg in Lappersdorf angesagt. Hier habe ich früher an der Prüf- und Versuchsstelle Regensburg (abgekürzt PVR) während meiner bayerischen Dienstzeit viele Tage und Nächte bei Typprüfungen von Feuerlösch-Kreiselpumpen zugebracht. Ich freue mich darauf, da ich so einmal sehen kann, was sich in den letzten 23 Jahren dort alles verändert hat. Ob ich noch jemand vom Lehrpersonal kenne?
1. Tag - 2.5.2012
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