© Hans Schönherr 2012-2015
hs Reisen und mehr Fahrradreise 2012
Vorwort Lange habe ich überlegt, wohin ich dieses Jahr mit meinem Liegerad hinfahren könnte. Von den drei Österreichern, die ich letztes Jahr auf dem Jakobsweg getroffen habe, hatte ich den Vorschlag bekommen, von Kiel an der Elbe entlang nach Prag und von dort weiter nach Wien zu fahren. Unter der Berücksichtigung möglicher Bahnverbindungen und dem Wunsch einige Erinnerungen an vergangene Zeiten aufzufrischen, kam mir  schließlich die Idee, meine diesjährige Reise von Regensburg über Prag nach Kiel zu fahren. Die ersten Etappen sollten zunächst entlang des Regens durch den Bayerischen Wald und Böhmerwald nach Prag  führen. Geplante (und bereits gebuchte) Etappenziele sind bis dahin Roding, Domazlice, Pilzen und Horovice. Nach 2 Übernachtungen in Prag möchte ich die Tour moldauabwärts bis nach Melnik fortsetzen. Von dort aus geht es weiter über Usti am Elbe-Radweg nach Dresden bzw. Radebeul. Weiter möchte ich über Magdeburg bis nach Lauenburg und von dort aus zurück nach Kiel fahren. Insgesamt habe ich ungefähr drei Wochen vorgesehen und schätze, dass es rund 1.300 km werden. Als Wichtigstes habe ich einige Tage vor der Abfahrt mein Fahrrad noch einmal durchgecheckt, die noch fehlenden Trinkflaschenhalterungen (sie wurden in Santiago für den Flug demontiert) wieder angebaut und bei einer Probefahrt festgestellt, dass die hintere Scheibenbremse nicht so richtig zieht. Bei einer herkömmlichen Bremse mit Bowdenzug hätte ich mir helfen können - was aber bei einer hydraulischen Bremse? Ein Anruf bei Toxy hilft weiter. Nach einigem Probieren funktioniert die Bremse wieder. Das Gepäck ist zwischenzeitlich auch gepackt. Nach Spanien hatte ich noch zwei normal große und zwei kleine wasserdichte Ortlieb-/Globetrotter-Packtaschen sowie eine große Tasche quer über dem Gepäckträger dabei. Nachdem ich dieses Mal auf die Campingausrüstung und viele Kleinigkeiten verzichte, habe ich alles ohne Probleme in den zwei großen Packtaschen sowie einem Rucksack untergebracht. Ich denke, damit wird vieles leichter, und ich kann nun mein Gepäck auch komplett auf einmal mitnehmen, ohne Teile unbeaufsichtigt am Fahrrad zu lassen. Meine große Sorge ist nämlich doch, dass in Tschechien gewisse "Begehrlichkeiten" geweckt werden könnten. Die wertvolleren Dinge wie Netbook, Fotoapparat usw. habe ich übrigens im Rucksack verstaut. Und das schönste an der ganzen Sache ist, dass ich dieses Mal - hurra - mit 17 kg Gepäck auskomme (nach Spanien waren es noch rund 30kg)! Ich checke noch einmal die Routen, die ich fahren möchte, durch und bereite sie für mein Garmin-GPS-Gerät auf. Auch wenn die Tracks aus dem Internet teilweise etwas ungenau sind, können sie im Zweifel doch eine gute Orientierungshilfe sein. Im Übrigen habe ich auch nicht vor, mich sklavisch genau an die vorgegeben Routen zu halten, sondern im Bedarfsfall auch einmal davon abzuweichen. Als "Rad-Reiseführer" habe ich mir eine Radkarte "München- Regensburg-Prag" (publicpress, ISBN 978-3-89920-601-2), Maßstab 1:50.000 sowie die "bikeline-Führer" Elbe-Radweg Teil 1 (ISBN 978-3-85000-030-7) und Elbe-Radweg Teil2 (ISBN 978-3- 85000-079-6) jeweils Maßstab 1:75.000 besorgt. Darüber hinaus habe ich einen Radwegplan von Prag, den mir freundlicherweise mein in Prag gebuchtes Hotel zugeschickt hat. Bezüglich der Sprache habe ich keine Bedenken. Ich denke, dass ich gut mit deutsch und englisch durchkommen werde, zur Not habe ich auch noch einen kleinen Sprachführer dabei. Nun bin ich nur noch gespannt darauf, ob die Fahrradtour so wird, wie ich mir sie vorstelle. Ich freue mich darauf und hoffe auf nur gutes Wetter!
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