© Hans Schönherr 2018
19. März 2018: Motril – Orgiva – Lecrin – Padul – Almunecar – Torrox – Torre del Mar (183 km) (Ch) Ich mache mich gegen 8.00 Uhr mit Timmi auf den Weg und etliche Spanier kommen mir fest eingepackt in dicken Jacken, Mütze, Schal und Handschuhen entgegen: Komisch, so kalt ist es doch gar nicht. Und die Sonne scheint auch. Beim Frühstück enschließen wir uns, eine Fahrt ins Landesinnere zu unternehmen, um etwas von der ursprünglichen Landschaft zu sehen. So machen wir uns bald auf den Weg, einer gelbgrünen Strecke im Straßenatlas folgend. Bald erreichen wir den Stausee „Embalse de Rules“. Wir machen etliche Fotos und ich unterhalte mich mit einem Spanier, der mir erklärt, dass er einige Jahre an dem Bau mitgewirkt hat. Ein paar Jahre hat er sogar in Köln gelebt, daher können wir uns ganz gut austauschen. Weiter folgen wir der Straße A346, die uns Richtung Osten nach Orgiva führt. Vor unseren Augen tauchen immer wieder schneebedeckte Hügel auf. Die Straße führt uns weiter am „Parque Natural de Sierra Nevada“ entlang. Von der karstigen Landschaft sind wir schwer begeistert und die Orte, die wir durchqueren, wirken urig und gepflegt. Oberhalb von Padul geht unsere Fahrt dann bald wieder Richtung Süden. Die Strecke ist ebenfalls gelbgrün eingezeichnet und nach der Nummerierung müsste sie entsprechend enger ausfallen. Zunächst einmal ist sie breit ausgebaut und die Landschaft nicht ganz so felsig wie bisher. Bald finden wir auch einen geeigneten Platz für die Mittagsrast. Auf unserer Weiterfahrt wird die Straße dann plötzlich viel enger und die Landschaft immer urwüchsiger. Links und rechts der Fahrbahn tun sich gewaltige Felsen auf. Einmalig malerische Ausblicke begeistern uns nach jeder Kurve. Am Meer angekommen fahren wir Richtung Westen, um in Torrox einen uns empfohlenen Campingplatz für die Nacht anzufahren. Außen herum ist so gut wie kein grüner Fleck auszumachen: Das wollen wir unserem Timmi nicht antun. Im Vertrauen auf unseren ACSI-Führer fahren wir kurzentschlossen weiter nach Torre del Mar: Hier steppt der Bär. Schon auf der Fahrt durch den Ort denke ich immer wieder: Man kann das hier nur schön finden, wenn man die Augen geschlossen hält. Und das Wetter ist auch nicht so, wie wir uns das gewünscht haben, denn es fängt wieder an zu regnen. So verbringen wir den restlichen Abend drinnen mit einem „Barnabykrimi“. (Campingplatz Torre del Mar) 20. März 2018: Torre del Mar- Periana – Riogordo – Antequera – Humilladero (106 km) (Ch) Ich werde mit dem Gefühl wach, hier nicht bleiben zu wollen. Eigentlich gehe ich morgens gerne mit unserem Timmi spazieren, aber heute bitte ich Hans, das zu übernehmen, was nur äußerst selten vorkommt. Ich bereite in der Zwischenzeit das Frühstück zu. Hans kommt zurück, und ich bin glücklich über seine Worte: Ich habe genug von der Küste! Wir studieren die Landkarte und unsere Reiseführer und planen eine Fahrt ins Landesinnere nach Antequera, einer Stadt mit viel Geschichte. Unweit davon soll es auch einen schön angelegten Campingplatz geben. Das Wohnmobil ist schnell wieder reisefertig, und wir freuen uns beide auf die gelbgrüne Strecke auf unserer Landkarte. Zunächst einmal begleitet uns auch die Sonne. Unterhalb von Periana stoßen wir auf einen Stausee, der aber nur wenig Wasser aufzuweisen hat. Die Straße ist nicht allzu breit aber auch nicht sehr befahren. Neben der Straße Ginsterbüsche in herrlichem Gelb, weite Felder in sattem Grün und außen herum bizarre Felsformationen: Wir sind begeistert! Wir fahren durch kleinere Orte, die liebevoll hergerichtet sind. Allerdings ist die Gegend sehr zersiedelt und ich mache mir so meine Gedanken darüber, wie die Kinder wohl zur Schule kommen und wie die Einkäufe bewältigt werden. Unsere Fahrt geht stetig bergan, es sind immer mehr Wolken am Himmel und sogar die ein oder andere Schneeflocke fliegt an die Frontscheibe. Im noch auf der gelbgrünen Straße machen eine ausgiebige Mittagspause und fahren danach vor Antequera an weiten Olivenbaumplantagen vorbei. In Antequera angekommen, leitet uns unser Navi auf einen Parkplatz für Wohnmobile. Eigentlich wollen wir einen Bummel durch die Altstadt in Angriff nehmen, aber der Regen, der plötzlich einsetzt, macht uns einen Strich durch die Rechnung. Stadtbummel bei Regen, dazu haben wir beide keine Lust. So verschieben wir unser Vorhaben auf den nächsten Tag und fahren nach Humilladero, das Ziel unserer Tagesfahrt. Der Campingplatz liegt inmitten von Natur, ist großzügig angelegt und kaum besucht. Schnell haben wir uns häuslich eingerichtet. Gegen Abend macht Hans einen ausgiebigen Spaziergang mit Timmi und berichtet bei seiner Rückkehr begeistert von den herrlichen Ausblicken. Wir beschließen den Abend bei Wurst, Käse, Brot und heißem Tee. 21. März 2018: Humilladero – Antequera – Humilladero (38 km) (Ch) Die Nacht ist sehr kalt. Als wir gegen 8.00 Uhr aufstehen, haben wir gerade mal 7 Grad Innentemperatur. Ich gehe mit Timmi denselben Weg wie Hans am Vorabend und freue mich auch über die schöne Landschaft. Die Sonne scheint, und es wird schnell wärmer. Beim Frühstück beschließen wir, unseren Besuch in Antequera nachzuholen. Gegen 11.00 Uhr sind wir soweit, und wir fahren den Parkplatz von gestern erneut an. Heute scheint die Sonne. Wir machen uns auf den Weg in die historische Altstadt. Erst kommen wir an der Stierkampfarena vorbei, dann schlendern wir durch einen gepflegten Park und durch viele kleine Straßen. Hans erprobt immer wieder seine neu gewonnenen Spanischkenntnisse und so erreichen wir bald problemlos die Alcazaba. Davor stattet Hans der Stiftskirche San Sebastian einen kurzen Besuch ab. Ich setze mich solange gegenüber in ein Straßencafé und bestelle zwei Milchkaffee. Bei der Alcazaba angekommen, stellen wir zum wiederholten Male fest: Hunde verboten. Nun machen wir es umgekehrt. Ich statte der Burganlage ausgerüstet mit Audio-Guide und Fotoapparat einen Besuch ab, und Hans setzt sich in die Sonne und genehmigt sich ein Bier. Bereits der große Torbogen, der Arco de los Gigantes begrüßt mich respekteinflößend. Mehrere Türme sind gut erhalten und weithin sichtbar. Römer, Mauren und dann die christlichen Eroberer beherrschten von der Alcazaba aus die Stadt. Der Audio-Guide informiert mich über alle wichtigen Ereignisse. Ich mache eine Menge Fotos und schlendere nach vielen imposanten Eindrücken zurück zum Ausgangspunkt. Hans besichtigt noch kurz die königliche Stiftskirche unterhalb der Burggärten. Seitlich davon sind noch die Reste einer römischen Therme zu erkennen. Unser Weg zurück zum Parkplatz führt durch kleine belebte Gassen. Wir verfrachten Timmi ins Wohnmobil und laufen zum nahegelegenen Lidlmarkt, um unsere Vorräte aufzufüllen. Anschließend geht die Fahrt zurück zu dem Campingplatz, auf dem wir bereits die Nacht davor zugebracht haben. Im Übrigen: Die Sonne scheint immer noch! 22. März 2018: Humilladero – Alora – El Burgo- Ronda ( 135 km) (Ch) Wir überlegen uns, ob wir noch einmal nach Ronda fahren sollen, schließlich waren wir schon zweimal dort. Nur zur gern! Denn Ronda ist nach wie vor für uns einer der spannendsten Orte in Andalusien. Morgens ist es kalt, der Himmel ist blau und die Sonne kommt hinter den Bergen hervor. Nach einem ausgedehnten Spaziergang mit Timmi und einem gemütlichen Frühstück mit herrlich duftendem Kaffee packen wir unsere Siebensachen und machen uns auf den Weg. Wir haben uns wieder eine gelbgrüne Strecke auf unserer Landkarte ausgesucht. Zunächst einmal müssen wir zurück nach Antequera, werfen dabei noch einmal einen Blick auf die mächtige Alcazar, um dann die A343 Richtung Alora einzuschlagen. Immer wieder sieht man Schilder, auf denen „Parque Natural“ zu lesen ist. Eine Untertreibung ist das nun wirklich nicht, denn links und rechts der Straße gibt es Natur pur zu bestaunen. Die Straße windet sich einmal hinauf, dann wieder hinunter und auf den Bergen zu beiden Seiten stehen Olivenbäume wie Zinnsoldaten in Reih und Glied. Auch Plantagen mit frisch gepflanzten Olivenbäumen sind zu sehen. Von Alora aus geht es kurz nach Süden und bald wieder nach Westen Richtung Casarabonela und dann weiter nach El Burgo. Die strahlend weißen Fassaden der Häuser bilden einen wunderbaren Kontrast zum blauen, wolkenlosen Himmel. Kurz danach passieren wir den Aussichtspunkt „Mirador del Guarda Forestal“. Wir halten wir an und erklimmen die gigantische Felsformation, die für Fußgänger leicht zu bewältigen ist und werden mit einem herrlichen Rundumblick belohnt. Auf der letzten Teilstrecke nach Ronda muss unser Poldi noch einmal ganze Arbeit leisten, denn es geht bis auf fast 1.200 Meter, dem „Puerto del Viento“ hoch. Danach geht es zügig hinab und bald ist Ronda erreicht. Wir erreichen den Campingplatz, auf dem wir bereit vor vier Jahren übernachtet haben. Er ist lange nicht so voll wie damals, aber wir sind ja auch vier Wochen früher unterwegs. Wir beschließen hier zwei Nächte zu bleiben, denn der Campingplatz liegt etwas außerhalb vom Zentrum Rondas. So haben wir morgen den ganzen Tag Zeit, Ronda noch einmal wieder zu genießen. Hoffen wir, dass das Wetter mitspielt: Die Aussichten sind nach unserer Wetter-App nicht ganz so rosig. Den Abend verbringen wir im Restaurant vom Campingplatz und genießen wohlschmeckende spanische Küche. 23. März 2018: Ronda (Ch) Morgens scheint die Sonne. Allerdings ist es nicht sehr warm, und so schlagen wir am späten Vormittag, verpackt in unsere warmen Jacken – eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte –, den Weg nach Ronda ein. Nach einem Fußmarsch von einer halben Stunde erreichen wir die „Iglesia del Espiritu Santo“, in der bereits alles für die Heilige Woche (Ostern) gerüstet ist. Von außen sieht die Kirche stark mitgenommen aus, dafür ist das Innere in prächtigem Gold gehalten. Es ertönt leise Musik, aber eine Orgel ist nicht auszumachen. Wir laufen auf dem arabischen Weg, der sich schmal unterhalb der Ortschaft entlang zieht, und erreichen die arabische Brücke. Wir blicken links und rechts auf hohes Felsengestein und dazwischen auf die alte verwitterte Brücke und sind wieder einmal mehr begeistert. Unser Weg führt uns weiter viele Treppenstufen hinauf in einen malerisch angelegten Garten. Überall sind Tafeln angebracht mit Erklärungen, was hier sicher in nicht allzu weiter Ferne in voller Blüte zu sehen ist. Die Freude währt nicht lange, denn über uns kreist ein großer schwarzer Vogel, der sich über uns respektlos entleert. Glücklicherweise (siehe oben) sind nur unsere Jacken - dafür aber umso mehr - eingesaut. Obwohl die Sonne langsam von Wolken überdeckt wird, ist es so warm, dass wir die Jacken getrost ausziehen können. Nachdem wir uns vom ersten Schrecken erholt haben, erblicken wir auf der gegenüberliegenden Seite die „Puente Nuevo“, die über eine hohe Felsenschlucht führt, und die wir dann auch auf unserem weiteren Weg überqueren. Nach etlichen Fotos laufen wir weiter durch enge Gassen und kommen schließlich zur alten Stadtmauer. Bevor wir das Stadttor passieren, genehmigen wir uns in einem Straßencafé etwas zu trinken, um im Anschluss daran wieder gemächlich zum Campingplatz zurückzulaufen. Den Nachmittag verbringen wir gemütlich bei Cappuccino und spanischem Gebäck. Vorher jedoch nehme ich die „Lavanderia“ vom Campingplatz in Anspruch. Glücklicherweise gibt es eine Waschmaschine und auch einen Wäschetrockner, und so ist der Zwischenfall „schwarzer Vogel“ schnell wieder behoben. Gegen Abend setzt Regen ein, der fast die ganze Nacht bei starkem Wind anhält. 24. März 2018: Ronda – Grazalema – Olvera (98 km) (Ch) Als ich die Morgenrunde mit Timmi gehe, scheint zwar die Sonne, es weht aber immer noch sehr stark, und es ist kalt. Eine Mitarbeiterin vom Campingplatz gibt mir zu verstehen, dass es sehr, sehr kalt ist und nur 3 Grad hat. Der Weg, den ich mit Timmi eingeschlagen habe, geht über eine lange Strecke steil bergauf und auf dem Weg zurück habe ich noch einmal einen berauschend schönen Blick auf Ronda, das weit unterhalb zu sehen ist und von der Sonne beleuchtet wird. Nach dem Frühstück sind wir schnell reisefertig. Bevor wir weiter fahren, holen wir im nahgelegenen Diamarkt in Ronda all das, was man braucht, um nicht hungern und dürsten zu müssen. Die Strecke, die wir heute zurücklegen müssen, ist nicht allzu weit. Fast jeder Ort auf der Landkarte ist rot unterstrichen oder rot umrandet, was heißen soll, dass dieser Ort sehenswert ist. Wir konzentrieren uns aber auf die gelbgrüne Strecke unserer Landkarte und kommen nach Grazalema, das wir schnell hinter uns lassen, wieder einmal an einem großen Stausee vorbei, dem „Embalse de Zanara Gastor“. Der Frühling ist weithin sichtbar. Als wir gegen 14.00 Uhr in Olvera auf dem „Camping Pueblo Blanco“ ankommen, können wir uns gerade noch so anmelden, bevor sich die Tür für eine längere Mittagspause schließt. Mittlerweile ist es stark bewölkt, und wir verbringen den Nachmittag mit „Faulenzen“. 25. März 2018: Olvera (Ch) Es ist Sonntag, und es gießt schon fast die ganze Nacht in Strömen. Timmi und ich gehen dennoch los und haben Glück: Es regnet nicht ganz so stark. Hans hat mittags leider etwas Pech: Er wird patschnass!!! Wir sind zuversichtlich, dass es ab Montag schöner wird, denn so steht es in unserer Wetter-App. Wir machen das Beste aus dem verregneten Tag: Hans stromert im Internet, und ich versinke in einem schönen Buch. Abends verwöhne ich uns mit Paprikageschnetzeltem, gehe anschließend mit Timmi, ohne nass zu werden, und Hans spült das Geschirr: Auch solche Tage muss es geben. 26. März 2018: Olvera (Ch) Die Wetter-App hat nicht gelogen: Morgens scheint die Sonne und das soll den ganzen Tag so bleiben. Wir frühstücken draußen in der Sonne und machen uns am frühen Nachmittag auf den Weg nach Olvera. Wir müssen uns auf einen längeren und anspruchsvollen Fußmarsch einstellen, denn der Campingplatz liegt auf einem Berg und Olvera auf einem anderen Berg. Nachdem wir im Ort angekommen sind, erklimmen wir den Berg bis hoch zur Kirche und der maurischen Burg. Im Reiseführer kann man lesen, dass der Ort bis Mitte des 19. Jahrhunderts Zufluchtsort für viele Verbrecher gewesen ist. Davon ist aber heute nichts mehr zu merken. Wir wundern uns nur ein wenig darüber, dass etliche Frauen in der Hauptstraße die Fenster und Türen putzen und dass Maler die Fassaden mit leuchtend weißer Farbe tünchen. Viele Balkone sind mit roten und lilafarbenen Tüchern verhüllt. Schnell wird uns klar, dass um 19.00 Uhr eine Prozession stattfindet, daher die emsigen Vorbereitungen. Oben bei der Kirche angekommen, sind wir ein wenig enttäuscht, denn von weitem sieht die Kirche sehr imposant aus, aber aus der Nähe betrachtet doch sehr mitgenommen, obwohl sie noch gar nicht so alt ist, sondern erst 1843 fertig gestellt wurde. Beim Runtersteigen machen wir einen kleinen Schlenker und stehen auf dem Platz vor dem Rathaus. In der Ecke des Platzes befindet sich ein kleines Restaurant, in dem wir eine ganze Weile in der Sonne bei Kaffee, Bier und einem Glas Hauswein sitzen. Den Rückweg machen wir getrennt. Hans „braust“ auf seinem Klapprad, das er mitgenommen hat, vorweg, und Timmi und ich schlendern gemächlich hinterher. Nach der ausgiebigen Ortsbesichtigung von Olvera setzen wir uns gemütlich vor den Fernseher und schauen uns zwei Folgen „Barnaby“ an. 27. März 2018: Olvera (Ch) Und wieder scheint die Sonne. Den Vormittag verbummeln wir und genießen die Sonne. Am frühen Nachmittag brechen wir auf, um eine kleine Wanderung unterhalb des Campingplatzes zu machen. Wir laufen auf einer vor langer Zeit stillgelegten Eisenbahntrasse bis zu einem Tunnel. Im Tunnel ist es nass und der Weg dadurch ziemlich glitschig, so dass wir ihn nicht ganz durchqueren. Unser Weg zurück wird begleitet von strahlend blauem Himmel und herrlich gelb blühenden Wiesen und Berghängen. Zunächst einmal könnte man meinen, dass hier überall Raps blüht. Aber bei näherem Betrachten und mit Hilfe unseres Blumenführers stellen wir fest, dass es sich hier um „Acker-Senf“ handelt. Zwar ist es Unkraut, aber es sieht wunderschön aus. Den Abend wollen wir im Restaurant des Campingplatzes beschließen, und morgen schlagen wir den Weg nach Hause ein. 28. März 2018: Olvera – Sevilla – Merida (316 km) (Ch) Da wir möglichst früh losfahren wollen, werden wir um 7.30 Uhr vom Wecker aus dem Schlaf geholt. Es ist um diese Zeit noch fast dunkel, und so bleiben wir gerne noch ein Weilchen im Bett. So eilig haben wir es dann doch nicht. Als Ziel für heute haben wir Merida ins Auge gefasst. Es liegt zwar nicht mehr in Andalusien, aber es ist für die beeindruckendsten und größten römischen Ruinen ganz Spaniens bekannt. Für die Fahrt dorthin liegen rund 300 Kilometer vor uns, davon aber das meiste auf der (kostenlosen) Autobahn. Die Landschaft um uns herum wechselt ständig, so dass die Fahrt nicht langweilig wird. Wälder mit Korkeichen, Plantagen mit Olivenbäumen und unendlich große landwirtschaftliche Flächen wechseln sich ab. Rund 50 Kilometer vor Merida werden Weinstöcke sichtbar, soweit das Auge reicht. Allein der Gedanke, dass jeder dieser Weinstöcke von Hand zugeschnitten werden muss, damit im Spätsommer geerntet werden kann, flößt einem gewaltigen Respekt ein. In Merida angekommen, fahren wir zunächst den ausgeschilderten Lidlmarkt an, denn morgen, am Gründonnerstag, bleiben die Läden geschlossen. Das haben wir bereits vor vier Jahren leidvoll feststellen müssen. Danach finden wir recht schnell einen Parkplatz und lassen uns auf unserem ausgiebigen Spaziergang von den historischen Stätten in den Bann ziehen. So findet man mitten in der Stadt das Hippodrom „Circo Romano“ aus dem 1. Jahrhundert, in dem 30.000 Zuschauer Platz fanden. Zwar sind nur noch Reste vorhanden, aber die Ausmaße sind ziemlich groß. Als nächstes besuchen wir die „Cripta de Santa Eulalia“. Hierbei handelt es sich um eine Basilika, die zu Ehren der Schutzheiligen von Merida erbaut wurde. Unser Spaziergang geht weiter und durch die kleinen Straßen einer Fußgängerzone erreichen wir einen großen Platz mit dem Rathaus und schönen Fassaden. Und auch bald stehen wir vor der „Puente Romano“, deren 60 Granitbögen über den Rio Guadiana führen und die eine der längsten Brücken ist, die die Römer erbaut haben. Unweit der Brücke sind dann auch noch die riesigen Ausmaße einer maurischen Festung, der „Alcazaba“ zu bewundern, die auch heute noch sehr gut erhalten ist. Es gäbe noch vieles zu bewundern, aber mittlerweile ist es schon nach 17.00 Uhr, und wir steuern den nahegelegenen Campingplatz an, denn Hunger und Durst machen sich immer mehr bemerkbar. Abends überlegen wir, wie wir weiterfahren wollen. Wir entscheiden uns teilweise die Landstraße zu benutzen. Und so haben wir morgen rund 450 Kilometer vor uns.
hs
Reisen und mehr

Reise mit dem

Wohnmobil nach

Andalusien

3. März bis 7. April 2018
Abstecher ins Binnenland - es geht ins Gebirge Abstecher ins Binnenland - imposante Staumauern Abstecher ins Binnenland - Stauseen Abstecher ins Binnenland - Stauseen Abstecher ins Binnenland- beeindruckendes Gebirge Abstecher ins Binnenland Abstecher ins Binnenland auf der Fahrt nach Antequera zurück am Meer unser letzter CP am Meer auf der Fahrt nach Antequera am Campingplatz - Natur pur - Timmi ist begeistert Besuch in Antequera Besuch in Antequera Besuch in Antequera Besuch in Antequera Besuch in Antequera Besuch in Antequera Besuch in Antequera Besuch in Antequera Besuch in Antequera Besuch in Antequera Besuch in Antequera Die Alcazaba von Antequera Besuch in Antequera Die Alcazaba von Antequera Die Alcazaba von Antequera Die Alcazaba von Antequera Die Alcazaba von Antequera Die Alcazaba von Antequera Antequera Antequera Antequera
letzter Blick auf die Alcazaba von Antequera weiße Dörfer Mirador del Guarda Forestal Mirador del Guarda Forestal Mirador del Guarda Forestal Mirador del Guarda Forestal Mirador del Guarda Forestal Mirador del Guarda Forestal Campingplatz in Ronda Spaziergang durch Ronda Spaziergang durch Ronda Spaziergang durch Ronda Spaziergang durch Ronda Spaziergang durch Ronda, arabische Brücke Spaziergang durch Ronda Spaziergang durch Ronda Spaziergang durch Ronda Spaziergang durch Ronda unterwegs nach Olvera Blick vom CP nach Olvera unterwegs nach Olvera Spaziergang nach Olvera Spaziergang nach Olvera Spaziergang nach Olvera Spaziergang nach Olvera Spaziergang nach Olvera Spaziergang nach Olvera Spaziergang nach Olvera Spaziergang nach Olvera unser Stellplatz Natur rund um unseren Campingplatz Natur rund um unseren Campingplatz Natur rund um unseren Campingplatz Natur rund um unseren Campingplatz Natur rund um unseren Campingplatz Natur rund um unseren Campingplatz alter Eisenbahntunnel - heute Rad- und Wanderweg Natur rund um unseren Campingplatz Abschiedsessen im Restaurant römische Hinterlassenschaften in Spanien sind sie keine Seltenheit römische Hinterlassenschaften römische Hinterlassenschaften Santa Eulalia Santa Eulalia Merida Merida Hier geht es nach Santiago de Compostela Merida Merida